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Die diesjährige Exkursion der FG Feldherpetologie und FG Schlangen führte uns auf die kroatische Insel Krk. Aufgrund der hohen Anzahl an Anmeldungen, beschlossen wir, neben dem Termin im Mai noch einen zweiten im Juni anzubieten. Insgesamt nahmen an den beiden Exkursionen 24 Personen teil. Die Anreise erfolgte mittels Privat-PKWs und verlief trotz der verlängerten Wochenenden und des zu erwartenden hohem Verkehrsaufkommen problemlos und ohne größere Wartezeiten an den Grenzen bzw. Mautstellen. Wir bezogen unsere Unterkunft in der Stadt Krk. Diese liegt relativ zentral, bietet ein angenehmes Ambiente und eine ausreichend hohe Anzahl an verschiedenen Restaurants und Bars.

 

Während im Mai die Temperaturen ein Tagesmaximum von 28-30° C erreichten und somit ideal zum Suchen nach Reptilien und Amphibien waren, zeigte sich im Juni ein anderes Bild: Bereits um 9 Uhr lag jeden Tag die Temperatur bei 30° C; wir nutzen die Vormittagsstunden für Ausflüge und verbrachten die Mittagszeit bzw. den Nachmittag am Strand oder im Schatten eines Restaurants. Im Zuge der beiden Exkursionen konnten wir fast die gesamte Herpetofauna der Insel finden und auch ausgiebig fotografieren. Beeindruckend waren vor allem im Mai die teilweise sehr hohen Dichten an Ruineneidechsen (Podarcis siculus); auch Schlangen wie Gelbgründe Zornnatter (Hierophis viridiflavus), Balkan-Zornnatter (Hierophis gemonensis) und Vierstreifennatter (Elaphe quatuorlineata) waren zahlreich zu finden.


Trotz der hohen Teilnehmerzahl verliefen die Exkursionen problemlos und jeder kam auf seine Kosten, die artenreiche Reptilien- und Amphibienfauna der Insel Krk aus nächster Nähe zu beobachten. Für das nächste Jahr planen wir bereits - lasst euch überraschen, es wird sicher wieder ein spannendes Reiseziel! 

 

Johannes Hill & Mario Schweiger 

 

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Schneise auf Krk mit Blick auf den Ponikve Stausee

Ein sehr artenreiches Habitat ist die (mittlerweile) allseits bekannt Schneise auf Krk mit Blick auf den Ponikve Stausee.

Scheltopusik

Schon nach kurzer Zeit konnten die ersten Reptilien gefunden werden. Hier dürfte ein Scheltopusik bewundert werden.

Pracht-Kieleidechse (Algyroides nigropunctatus)

Eine männliche Pracht-Kieleidechse (Algyroides nigropunctatus). Gut zu erkennen die namensgebenden, schwarzen Punkte auf der Oberseite.

Pracht-Kieleidechse (Algyroides nigropunctatus)

Ein weiteres Exemplar. Die Pracht-Kieleidechsen (wegen der stark gekielten Schuppen) waren schon am frühen Vormittag gut zu beobachten. Bei starker Hitze ziehen sie sich wieder zurück und sind dann wieder am späteren Nachmittag aktiv.

Ruineneidechsen (Podarcis siculus)

Etwas später tauchten dann die Ruineneidechsen (Podarcis siculus) auf, dafür in großen Dichten.

Ruineneidechse - Podarcis siculus

Podarcis siculus ist sehr variabel gezeichnet/gefärbt und lassen sich wunderbar in situ fotografieren. Auf der Schneise treten sie schon fast in Massen auf.

Ruineneidechse - Podarcis siculus

Ein weiteres Exemplar von Podarcis siculus, diesmal mit üppiger schwarzer Fleckung an den Flanken.

Europäische Hornotter (Vipera ammodytes)

Ebenfalls immer wieder auf der Schneise zu finden, die Nominatform der Europäische Hornotter (Vipera ammodytes). Hier ein Weibchen.

Fotosession auf der Schneise.

Fotosession auf der Schneise.

Äskulapnatter (Zamenis longissimus)

Eine ungewöhnlich gefärbte Äskulapnatter (Zamenis longissimus) sonnte sich in den frühen Vormittagsstunden auf der Schneise.

Mittagspause am Damm des Ponikve Stausees.

Mittagspause am Damm des Ponikve Stausees.

Podarcis siculus

Auch um den Stausee sitzt Podarcis siculus in Steinmauern oder auf einzelnen großen Blöcken. 

Ruineneidechse - Podarcis siculus Pärchen

Ruineneidechse - Podarcis siculus Pärchen. Das Männchen verhindert mit dem Paarungsbiss ein Weglaufen des Weibchens.

Ruineneidechse - Podarcis siculus Pärchen

Ruineneidechse - Podarcis siculus Pärchen. Die Art erreicht eine Gesamtlänge von 25 cm, wobei die Männchen kräftiger und robuster wirken als die Weibchen.

Vierstreifennatter (Elaphe quatuorlineata)

In der Nähe der alten Pumpstation sind fast immer Vierstreifennatter (Elaphe quatuorlineata) zu beobachten, wie dieses knapp 2 Meter lange Weibchen.

junge Vierstreifennatter

Mehr Glück bedarf es um eine junge Vierstreifennatter zu finden. Die sind bis zum 3. Lebensjahr gänzlich anderes gefärbt als die adulten Tiere.

Ruineneidechse - Podarcis siculus

Ruineneidechse - Podarcis siculus

Schafzucht

Unteranderem ist die Schafzucht für die, bei Herpetologen, allseits beliebten Steinmauern auf Krk verantwortlich. 

Ragwurz (Ophrys)

Ragwurz (Ophrys)

Ruineneidechse - Podarcis siculus, vermutlich ein Weibchen

Ruineneidechse - Podarcis siculus, vermutlich ein Weibchen, mit mehr Braun und deutlicheren Längsstreifen.

Ruineneidechse - Podarcis siculus, Männchen.

Ruineneidechse - Podarcis siculus, Männchen.

Ruineneidechse - Podarcis siculus.

Ruineneidechse - Podarcis siculus. Die Bauchfärbung ist ebenfalls sehr variable und reicht von weißlich über gelblich bis hin zu rötlich, wie bei diesem Exemplar.

Christoph Leeb

Christoph Leeb beim Fotografieren einer Pracht-Kieleidechse (Algyroides nigropunctatus).

Adriatische Mauereidechse (Podarcis melisellensis)

Die Adriatische Mauereidechse (Podarcis melisellensis) ist leicht mit Podarcis siculus zu verwechseln. Ihre Erscheinung ist etwas zierlicher mit einem kurzen Kopf.

Adriatische Mauereidechse (Podarcis melisellensis)

Die Adriatische Mauereidechse (Podarcis melisellensis) ist, im Vergleich zu Podacris siculus, seltener auf Krk zu finden.

Krk Stadt mit Blick auf den kleinen Hafen.

Blaue Stunde in Krk Stadt mit Blick auf den kleinen Hafen.

artenreiches Habitat

Karstiges, aber artenreiches Habitat auf halber Strecke von Punat nach Stara Baška. 

Balkan-Zornnatter (Hierophis gemonensis)

In diesem Lebensraum unter anderem gefunden: Die Balkan-Zornnatter (Hierophis gemonensis). Jungtiere (Bild) sind, im Vergleich zu adulten Tieren, kontrastreicher gefärbt.

junge Balkan-Zornnattern

Als Erkennungsmerkmal bei jungen Balkan-Zornnattern gilt der helle Querbalken auf der Kopfoberfläche, welcher mittig unterbrochen ist.

Tarantel (Lycosa tarantula)

Eine Tarantel (Lycosa tarantula)

Tarantel (Lycosa tarantula)

Diese musste fotografiert werden.

Bucht in der Nähe von Stara Baška

Wunderschöne Bucht mit klarklarem Wasser in der Nähe von Stara Baška. Kleiner Nachteil sind die kalten Süßwasserquellen die hier in die Bucht münden – das Baden kann zur Überwindung werden.

Gebiet um Stara Baška

Das Gebiet um Stara Baška zieht Herpetologen immer an. Immerhin wurde hier schon Zamenis situla gesichtet, diesmal leider wieder nicht.

Westliche Riesen-Smaragdeidechse (Lacerta trilineata)

Die Westliche Riesen-Smaragdeidechse (Lacerta trilineata) besiedelt ebenfalls diese offenen, mit Vegetation durchsetzen, Lebensräume.

Westliche Riesen-Smaragdeidechse (Lacerta trilineata)

 

Westliche Riesen-Smaragdeidechse (Lacerta trilineata) der Unterart major, bei dieser kommt es bei Männchen zu keiner Blaufärbung.

 

 

 

Bildberichte

→ ÖGH Exkursion Pag und Vrana See Mai 2013

 

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