Wer ist Online?

Aktuell sind 46 Gäste und keine Mitglieder online

Heute597
Gestern665
Woche3976
Monat11043
Insgesamt1040932

  gb

Einleitung

 

Nach unserer erfolgreichen Exkursion in den nördlichen Oman vom Februar 2009 beschlossen wir, dieses schöne Land erneut zu bereisen. Diesmal wollten wir nicht nur den Norden, der einigen von uns schon bekannt ist, sondern auch den südlichen Landesteil und die Regionen entlang der neu gebauten Küstenstraße bereisen.


Unser Team bestand aus Thomas Bader, Richard Kopeczky, Gerald Ochsenhofer, Christoph Riegler und Franz Wieland. Wir nahmen den Nachtflug von Wien über Doha nach Muskat (Maskat), wo wir gegen 3:00 früh landeten. Nach Übernahme unseres Nissan Pathfinder machten wir uns gleich auf den Weg in Richtung Wahiba. Die Dämmerung setzte gegen 5:15 ein und um 6:00 ging die Sonne auf. Unsere Tage hatten wir durchgeplant, nicht nur was die Reiseroute anging, sondern auch den Tagesablauf: „Tagwache" gegen 5:00 und dann sofort – ohne Frühstück – hinaus ins Gelände zum Suchen während des Sonnenaufganges, bis es zu heiß wurde. Danach suchten wir die Gegend nach lohnenden Plätzen für die Nacht ab bzw. verbrachten den Tag mit Essen, Schlafen oder der Weiterfahrt in ein neues Gebiet. Ab 16:00 fuhren wir dann zur Nachtexkursion aus, und spät abends oder nachts dann wieder ins Quartier. Da wir nicht wussten, ob wir überall geeignete Unterkünfte finden würden, hatten wir Zelte und Schlafsäcke im Gepäck, aber letztendlich fanden wir überall zumindest kleine Gästezimmer. Einige Quartiere – speziell an der Ostküste – hatten einen ziemlich schlechten Standard, aber das nahmen wir gerne für ein paar lohnende Beobachtungen in Kauf.

 

Reiseroute Oman 2014

Unsere Reiseroute durch den Oman 

 

Team Oman 2014

Team der Reise durch den Oman: Christoph, Franz, Richard, Thomas und Gerald

 

 
1. Tag – 27. April: Wahiba Wüste

 

Über den Winter, speziell an den Tagen vor unserer Ankunft, muss es reichlich Regen gegeben haben. Die Wadis waren voll Wasser und entlang der Straße gab es immer wieder kleine Pfützen. Die Vegetation im Norden des Landes war auch wesentlich grüner als bei unserer letzten Reise. Um 7:30 erreichten wir eine Stelle bei Mintirib am Rande der Wahiba Wüste, die wir bereits gut kannten. Etliche junge und adulte Sandfische (Scincus mitranus) kletterten im Sand der steilen Dünen umher. Es war jedoch ziemlich schwierig, Fotos von den flinken Tieren zu bekommen. Die Paarungszeit von Acanthodactylus schmidti war bereits vorüber und wir konnten nur wenige Exemplare beobachten. Sie waren ziemlich schlicht gefärbt – kein Vergleich zu der Häufigkeit und schönen Zeichnung im Februar. Das traf auf alle Fransenfinger zu, die wir auf unserer Reise zu Gesicht bekamen, wir fanden insgesamt nur sehr wenige und dann oft nur Jungtiere. Eine Ausnahme machte Acanthodactylus haasi, den wir an diesem Tag weiter im Inneren des Dünenbereichs fanden.

  

Stenodactylus-leptocosymbotus-kl

 Stenodactylus leptocosymbotus

 

Ornithologische Highlights waren Nektarvögel und ein Pharaonen-Ziegenmelker. Nach dem Mittagessen checkten wir im Gästehaus Oriental Nights ein und schliefen ein wenig, bevor wir zur Nachtexkursion aufbrachen. Wir beobachteten die allgegenwärtigen Pristurus minimus, Bunopus tuberculatus, Stenodactylus leptocosymbotus, Stenodactylus doriae, Stenodactylus sharqiyahensis und etliche Mäuse der Gattung Gerbillus sowie einige der Gattung Jaculus. Obwohl es also ausreichend Beutetiere gab, konnten wir bis dahin keine einzige Schlange entdecken. Doch schließlich fand Gerald unsere erste Arabische Sandboa (Eryx jayakari), die offen auf dem Sand lag. Mit ihren oben liegenden Augen und Nasenlöchern ist diese Art hervorragend an das Leben im feinen Sand angepasst und kann in Sekundenschnelle abtauchen. Dieser Fund freute uns besonders, denn diese Art konnten wir 2009 nicht beobachten.

 

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Seems like the nightover flight left some marks in Geralds face. Black coffee and cold Coke made him survive the first very long day - Der Nachtflug hat seine Spuren hinterlassen. Da hilft nur schwarzer Kaffee und kaltes Coke, um den ersten langen Tag zu überstehen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

2014 April 27, 07.00. After 5 years back in the Wahiba dunes. Several Scincus mitranus were running up and down the dunes, but it was rather difficult to find them in the sand - Nach 5 Jahren wieder zurück in der Wahiba Sandwüste. Wie damals konnten wir viele Sandfische von weitem beobachten, aber auf der Düne tauchten sie in den Sand ab und waren kaum zu finden.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Franz Wieland in situ, taking pictures of Scincus mitranus - Franz Wieland in situ beim Fotografieren von Sandfischen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Scincus mitranus - The Sandfish is a very common skink in the Wahiba margin dunes. It quickly disappears in the sand and mostly can't be found anymore - Der Sandfisch oder Apothekerskink kommt an den Randdünen der Wahiba Sands recht häufig vor. Er taucht im Sand ab und kann dann kaum mehr gefunden werden.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

At 10 a.m. it became really hot and we decided to make a short break. The room was fine and the beds comfy and so we slept until 4 p.m - Um 10 Uhr wurde es unerträglich heiß und wir beschlossen, eine Pasue zu machen. Wir fanden eine gemütliche Unterkunft und schliefen bis 4 Uhr durch.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Afternoon trip into the heart of the Ramlat al Wahiba now also called Sharquiyah sands. The great Wadis look a bit like the Araba valley with some Acacia trees - Am Nachmittag ging es ins Herz der Wahiba Sandwüste, die jetzt auch Sharqyiyah sands heißt. Die großen Täler mit ihren Schirmakazien erinnern ein wenig an das Arabatal. 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Acanthodactylus haasi - Some individuals of this rare lizard were found during extreme hot conditions, most probably they are active while their competitor (A. schmidti) is still resting - Wir fanden einige der seltenen Eidechsen während großer Hitze. Offenbar weichen sie so den später aktiven A. schmidti konkurrenzbedingt aus. 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Caprimulgus aegyptius - Egyptian nightjar - Pharaonen Ziegenmelker

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Cinnyris asiaticus - Purple Sunbird - Purpurnektarvogel

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Dusk in the sand desert. An interesting time when the diurnal reptiles are leaving and already some night geckos are active - Abenddämmerung in der Sandwüste. Zu diesem Zeitpunkt sind einige tag- und nachtaktive Reptilien gemeinsam unterwegs.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

The large nocturnal Wahiba spider is a sand dwelling quite common Arachnid and preys on insects and young geckos - Die große nachtaktive Wahiba Spinne jagt aktiv nach Insekten und jungen Geckos 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Nocturnal photo session in the sand dunes - Nächtliches Fotografieren in den Sanddünen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Stenodactylus leptocosymbotus - One of the most common geckos in Oman, which inhabits sand dunes and harder substrates. We found this gecko in 10 different locations - Einer der häufigsten Geckos im Oman, der nicht nur Sanddünen, sondern auch härteren Untergrund besiedelt. Wir fanden ihn an 10 verschiedenen Fundpunkten

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Portrait Stenodactylus leptocosymbotus - This gecko has a high number of predators: many snakes, the monitor, Wahiba and camel spiders and large scorpions - Dieser Gecko hat viele Feinde: den Waran, viele Schlangen, große Spinnen und Skorpione

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Sometimes written as Stenodactylus leptocosymbotes instead of -us - Manchmal wird er als Stenodactylus leptocosymbotes (statt -us) geschrieben

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Pristurus minimus - The smallest diurnal gecko inhabits tussock grass in the sand desert - Dieser kleinste Taggecko bewohnt Grasbüschel in der Sandwüste

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Stenodactylus leptocosymbotus - Note the prominent nose, the fascinating eye and the ear-drum - Beachte die aufgeworfene Nase, das große Auge und das Trommelfell

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Gerbillus cheesmani - The gerbil is the main prey for several sand dwelling snakes. It was very common in some parts of the Wahiba desert - Die Wüstenrennmaus ist eine wichtige Beute für einige sandbewohnende Schlangen. In machen Gegenden der Wahiba Wüste war sie sehr häufig.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 01

Lonesome freshly married cowboy lost in the Wahiba sands - Unser frisch vermählter einsamer Held verloren in der trostlosen Wahiba Sandwüste

 

 
 

2. Tag – 28. April: Wadi Bani Khalid

 

Als wir um 5:00 noch bei Dunkelheit zum Wadi Bani Khalid aufbrachen, waren noch einige Hemidactylus flaviviridis an den Hauswänden unseres Hotels und in den Bäumen aktiv. Um 6:00 erreichten wir das Wadi, welches das meiste Wasser im ganzen Östlichen Hajar-Gebirge führt. Im Vergleich zu 2009 war das Wasser diesmal relativ grün und trüb. Wir fanden die Arabische Kröte (Duttaphrynus arabicus) sehr zahlreich in allen Entwicklungsstadien: Laichschnüre, Kaulquappen, Metamorphlinge und adulte Tiere. Ein Schild wies den Weg zu einer Höhle mit einer Gehzeit von einer Stunde. Doch nach 90 Minuten anstrengendem Aufstieg über eine steile Bergflanke gaben wir auf und kehrten ins Wadi zurück. Unterwegs begegneten wir einigen Oman-Eidechsen (Omanosaura jayakari), Pristurus rupestris und Trachylepis tessellata. In der Nähe des Wassers flogen zahlreiche Libellen und Schmetterlinge. Wir genossen die Abkühlung im Wasser und, als es gegen 11:00 zu heiß wurde, zogen wir uns zurück und suchten im unteren Teil des Tales nach lohnenden Stellen für die Nacht.

 

Wadi-Bani-Khalid kl

Wadi Bani Khalid


Zurück im Hotel machten wir ein Nickerchen (ein kurzes Schläfchen), bis wir zu unserer Nachtexkursion aufbrachen. Wir erreichten unser Ziel um 18:00, eine ideale Zeit, denn die tagaktiven Arten genossen noch die letzten Sonnenstrahlen, während kurz danach die nachtaktiven hervorkamen. Christoph sichtete einen Ablepharus pannonicus und Gerald scheuchte einen "Wadi Racer" (Platyceps rhodorachis) auf, der schnell im Fluss abtauchte, aber Thomas entdeckte ihn schließlich unter einem Stein unter Wasser. Während der Dämmerung wurden wir Zeugen eines erbitterten Kampfes zwischen zwei Fächerfingergeckos (Ptyodactylus orlovi, früher hasselquistii). Die beiden Rivalen quiekten laut und schenkten sich nichts. Der erbitterte Kampf, der außer von uns auch von zwei Gecko-Weibchen aufmerksam beobachtet wurde, dauerte ungefähr 10 Minuten. Er begann an einem senkrechten Felsen und wurde nach einem Absturz auf dem Boden mit unverminderter Heftigkeit fortgesetzt. Weder unsere Stirnlampen noch die Blitzlichter der Kameras konnten die gereizten Kontrahenten stören.

  

Echis-omanensis-kl

Echis omanensis


An den „Falaj", den Bewässerungskanälen, fanden wir unser erstes Exemplar aus der Hemidactylus hajarensis Gruppe (davor persicus) auf einem Stein direkt über dem Wasser. Schließlich entdeckte Richard die Zielart, die wir uns hier erhofft hatten: eine schöne Sandrasselotter – Echis omanensis. Nach einer ausgiebigen Foto-Session beendeten wir unsere Nachtexkursion. Zurück bei unserer Unterkunft fotografierten wir noch Hemidactylus robustus, H. flaviviridis und eine große Walzenspinne (Solifugae) im Hotelgarten. In einem kleinen Dünenbereich in der Nähe fand Franz noch eine junge Sandboa, einige Stenodactylus doriae und Bunopus tuberculatus. So ging ein sehr erfolgreicher Tag zu Ende.

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Duttaphrynus arabicus - Many toads were observed in Wadi Bani Khalid. Some were mating, but also spawn and tadpoles were seen - Im Wadi Bani Khalid konnten viele Arabische Kröten bei der Paarung beobachtet werden, Kaulquappen und Laich wurde auch gefunden.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Danaus chrysippus - The African Monarch is a large butterfly, known for its brackish taste. Therefore he hardly fears enemies - Der Afrikanische oder Kleine Monarch ist, entgegen seinem Namen, ein recht großer Schmetterling, der aufgrund seiner Gifte kaum Feinde hat

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Wadi Bani Khalid - abounding in water throughout the year, but in contrast to the clear blue water in 2009 this time it was rather dirty and full of green algae - ein wasserreiches Wadi, im Gegensatz zum klaren Wasser von 2009 war es diesmal dreckig und voller Algen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Pristurus rupestris - the dominating diurnal gecko in northern Oman - der häufigste tagaktive Gecko im Nordoman

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

After more than two hours of searching for a cave, we gave up, because it became too hot - nach 2 Stunden Suche nach einer Höhle gaben wir auf, da es zu heiß wurde.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 02

The upper reach of Wadi Bani Khalid - der obere Schluchtabschnitt des Wadi Bani Khalid

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Trachylepis tessellata - a common skink throughout Oman - ein verbreiteter Skink im gesamten Oman

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Omanosaura jayakari - the large Oman lizard is a Wadi dwelling species, it doesn't matter if water is available or not, in case of water the abundance is much higher though - die große Omaneidechse ist ein Wadibewohner und kommt in wasserreichen aber auch trockenen Wadis vor, wo sie allerdings weit seltener ist.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Blue headed Omanosaura jayakari is watchig us - eine blauköpfige große Omaneidechse beobachtet uns

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Subadult Omanosaura jayakari - young lizards have a black tail and they also miss the blue color. This one is just changing to the adult coloration - junge Eidechsen haben einen schwarzen Schwanz und es fehlt ihnen der Blauanteil. Dieses Exemplar weist bereits fast das Muster der Erwachsenen auf.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Oman lizards forage after sunrise and later in the afternoon. During the hottest parts of the day they rest in their shelter or observe their territory from a shady place - Omaneidechsen gehen am Morgen und späteren Nachmittag auf Nahrungssuche. Während der Mittagszeit ruhen sie in einem Versteck oder beobachten ihre Umgebung von einem schattigen Standort aus.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Female Omanosaura jayakari, males have large heads like in the genus Timon - weibliche Omaneidechse, Männchen haben große Köpfe, wie sie für die Gattung Timon typisch sind

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Juvenile Omanosaura jayakari, near water courses we found high numbers of juveniles - Junge Omaneidechse, an Bächen haben wir eine hohe Anzahl von Jungen gefunden

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Duttaphrynus arabicus in copula - Arabian toads occur only in Oman and the VAE. They are absent in Dhofar - Arabische Kröten kommen nur im Oman und in den Emiraten vor. Sie fehlen im Dhofar

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Duttaphrynus arabicus in copula - ecological more correlated to permanent water courses and ponds, espescially in the mountains - Arabische Kröten sind recht stark an permanentes Wasser gebunden, besonders im Gebirge

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Spawn of D. arabicus has good chances to develop in Wadi Bani Khalid because of permanent water. Although a high population of fish (Garra) predates on spawn and young tadpoles - Der Laich von D. arabicus hat im Wadi Bani Khalid gute Entwicklungschancen aufgrund permanenter Wasserführung, obwohl eine große Fischpopulation (Garra) den Laich frisst und junge Quappen jagt.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

A dragonfly most probably of the genus Orthetrum - eine Libelle wahrscheinlich aus der Gattung Orthetrum

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Trithemis annulata - The violet dropwing is a common dragonfly in permanent Wadis - Der Violette Sonnenzeiger ist eine in den wasserführenden Wadis häufige Libelle

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Crocothemis erythraea - Broad Scarlet - Feuerlibelle

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Trithemis kirbyi female - Weibchen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Typical posing of a male Pristurus rupestris with its coiled tail - typisches zur Schau stellen eines Pristurus rupestris Männchens

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Scincus mitranus - adult specimen with the typical red lateral stripes - adultes Exemplar mit den typischen seitlichen roten Streifen 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Stenodactylus leptocosymbotus - looking for shelter - auf der Suche nach einem Versteck

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

 

Stenodactylus leptocosymbotus Portrait

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Stenodactylus leptocosymbotus - same individual - gleiches Exemplar

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Stenodactylus leptocosymbotus - Size comparison - Größenvergleich

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Scincus mitranus - note the streamlined body, the smooth scales and the pointed snout - beachte den stromlinienförmigen Körper, die glatten Schuppen und die spitze Schnauze

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

 

Stenodactylus sharqiyahensis - a very small nocturnal skink of the S. arabicus species group - ein sehr kleiner Skink aus der Verwandtschaftsgruppe von S. arabicus

 

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Stenodactylus sharqiyahensis - digging a hole for shelter - gräbt sich gerade ein Loch um sich zu verstecken 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Stenodactylus sharqiyahensis - a sand dwelling nocturnal geckos species - ein sandbewohnender nachtaktiver Gecko

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Stenodactylus sharqiyahensis - couple, the typical dorsal pattern and the stronger body are the differences to S. arabicus. This species is more  adapted to fine sand than S. leptocosymbotus - Paar, das Rückenmuster und der etwas stärkere Körperbau unterscheiden ihn von S. arabicus. Diese Art ist mehr an feinen Sand adaptiert als S. leptocosymbotus

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

This river passage was the starting point for our night excursion. Locals use it as a washing facility. So we decided to walk upwardly - In dieser Furt, die die Einheimischen als Waschgelegenheit nutzen, begannen wir unsere Nachtexkursion. Wir beschlossen aufwärts zu wandern 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

The Wadi looks quite promising, water is always a magnet for animals - Das Wadi sieht sehr vielversprechend aus. Wasser ist immer ein Magnet für Tiere

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Combat between two Ptyodactylus orlovi males. The fight started on a rock and ended an the groud about ten minutes later - Kampf zwischen zwei Ptyodactylus orlovi Männchen. Der Kampf begann auf einem Felsblock und endete ca. 10 min später auf dem Boden

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Ptyodactylus orlovi - after a long hard fight the winner has beaten his opponent - nach einem langen harten Kampf hat sich der Sieger gegen seinen Gegner durchgesetzt

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Platyceps rhodorachis - in Arabia this snake is very often a water snake, preying on fish and tadpoles - In Arabien ist diese Schlange sehr oft wasserbewohnend und jagt Fische und Kaulquappen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Platyceps rhodorachis portrait - it is hard to get good pictures, because this snake is very agile and turbulent - es ist schwieríg, gute Fotos von dieser schnellen und unruhigen Schlange zu bekommen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Dusk, diurnal species disappear and the creatures of the night occur - Dämmerung, die tagaktiven Arten verschwinden und die Geschöpfe der Nacht erscheinen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Catch of the day, after a long search Richard found this beautiful Echis omanensis - Der Fang des Tages, nach einer langen Suche fand Richard diese schöne Echis omanensis

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Echis omanensis portrait - note the five rows of supralabials (shield rows between eye and mouth) - beachte die 5 Supralabialschildreihen (Schuppen zwischen Auge und Mund)  

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Oman saw scaled vipers live in Wadis. One of their favoured prey items are Arabian toads - Oman Sandrasselottern leben meist in Wadis. Zu Ihren bevorzugten Beutetieren gehören Arabische Kröten

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Echis omanensis - belongs to the Echis coloratus species group - gehört zur Echis coloratus Artengruppe

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Echis omanensis - in total we found three individuals during our trip. This one was about 60 cm long - insgesamt fanden wir drei Exemplare dieser Art auf der Reise. Dieses Tier war etwa 60 cm lang

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Duttaphrynus arabicus - calling male - rufendes Männchen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Duttaphrynus arabicus - a dangerous life in the stream - ein gefährliches Leben im Bach

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Dinner after a successful day; but we still haven't had enough yet - Abendessen nach einem erfolgreichen Tag; aber wir hatten noch nicht genug...

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

A huge camel spider sitting on our hotel entrance wall - Eine große Solifuge saß auf der Eingangsmauer zu unserem Hotel

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Stenodactylus doriae - the strict  sand dweller in the genus Stenodactylus, many dark rings on its tail are typical for this species - der reine Sandbewohner der Gattung, die vielen dunklen Ringe am Schwanz charakteriseren diese Art

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

 

Stenodactylus doriae - the edge of a sand dune reached nearly to our hotel. Here we could find some sand dwellers - Der Ausläufer einer Sanddüne reichte fast bis zu unserem Hotel. Hier konnten wir noch einige Sandbewohner finden

 

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Hemidactylus flaviviridis - this synantropic species lives in villages and cities and often replaces the smaller H. robustus - Dieser Kulturfolger lebt in Orten und Städten und verdrängt häufig den kleineren H. robustus

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Juvenile Eryx jayakari - Franz found this little sandboa directly in the sandy area beside our accommodation. It was active foraging on a small lens of sand - Franz fand diese kleine Sandboa direkt neben unserer Unterkunft auf einer kleinen Sandlinse. Die Schlange war aktiv auf Nahrungssuche unterwegs

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Eryx jayakari - quickly dissappearing in the sand - verschwindet rasch im Sand

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

The eyes of these big spiders reflect the light of the torches and light in the sand dunes at night - Die Augen dieser großen Spinnen reflektieren das Licht der Lampen und leuchten während der Nacht in den Dünen 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Wahiba spider size comparison - Wahiba Wolfsspinne Größenvergleich

 

 

3. Tag – 29. April: von der Wahiba Wüste nach Bar al Hikman


Unser Tag begann um 5:30, eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang. Zwischen Jalaan Bani und der Küste hielten wir an zwei sehr interessanten Stellen an. Einmal blieben wir mit dem Wagen im Sand hängen, denn der Untergrund war noch von den letzten Regenfällen feucht und der feine Sand darüber bildete eine extrem rutschige Schicht. Aber vier kräftige Anschieber und ein gefühlvoller Gasfuß brachten das Auto wieder auf festen Boden. Die Sanddünen sahen sehr vielversprechend aus und es gab auch eine Menge Schlangenspuren von der letzten Nacht, darunter auch Cerastes, wir konnten aber nur Pristurus minimus, P. carteri und Acanthodactylus schmidti aufspüren.

 

Acanthodactylus-schmidti-GO-kl

Acanthodactylus schmidti

  

Nachdem wir an diesem Tag noch eine große Strecke zu bewältigen hatten, war hier keine Nachtsuche möglich. Da es schon wieder sehr heiß wurde, fuhren wir weiter die Küste entlang Richtung Süden. In dem Bereich, wo wir 2009 den Wüstenwaran (Varanus griseus) gefunden hatten, fanden wir vier frisch überfahrene Exemplare, obwohl es sehr wenig Verkehr gab, vielleicht alle 10 Minuten ein Fahrzeug. Wir konnten aber leider kein lebendes Tier beobachten. Weiter südlich, am Ende der Wahiba Wüste fanden wir plötzlich eine Krötenkopf-Agame (Phrynocephalus arabicus) neben der Straße, die in der sengenden Hitze auf einem großen Stein saß. Dieses Verhalten ist von einigen anderen Agamenarten bekannt, wir konnten es aber noch nie bei dieser sandbewohnenden Agame beobachten. Noch mehr erstaunte uns ein Pristurus carteri, der dasselbe Verhalten auf einem benachbarten Stein zeigte. Wir sahen noch einige weitere Phrynocephalus arabicus in den Sanddünen.

 

Dieser Teil der Ostküste ist noch sehr ursprünglich, die wenigen Einwohner leben meist vom traditionellen Fischfang. Am Nachmittag fanden wir eine Unterkunft in Mahut. Sie war etwas heruntergekommen, aber die einzige in diesem Ort. In den Sabkhas dieser Region lebt Pseudoceramodactylus khobarensis. Wir suchten diesen Gecko hier aber erfolglos. Da die Gegend relativ enttäuschend aussah, fuhren wir nach Süden zu einem kleinen Fischerdorf. Dort lagen Kadaver der Grünen Meeresschildkröte (Chelonia mydas), etlicher Rochen und anderer Meerestiere. An den Felsen liefen große Pristurus sp. 1 (von Pristurus rupestris abgetrennt - sh. Badiane et al. 2014) umher.

 

Nachtexkursion-Tag-03-kl

 vielversprechendes Habitat für die beginnende Nachtexkursion

 

Auf dem Rückweg sahen wir eine vielversprechende Sanddüne etwas abseits der Straße, wo wir unsere Nachtexkursion starteten. Wir beobachteten die sandbewohnenden Geckos Stenodactylus leptocosymbotus, Stenodactylus doriae und Stenodactylus sharqiyahensis. Insgesamt fanden wir hier in einer Nacht fünf Sandboas und vier Gekrönte Schnauzennattern (Lytorhynchus diadema). Auch eine frische Cerastes-Spur entdeckten wir, die Suche nach dieser Schlange war jedoch leider vergeblich.

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

As soon as the sandy desert dominates, Pristurus minimus becomes the most common diurnal gecko species - Sobald die Sandwüsten dominieren, wird Pristurus minimus zur häufigsten Taggeckoart.

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

This huge beetle is able to fly, and if he does so, the air is buzzing. It is attracted by blooming flowers in the sand desert, a bit like a rose chafer - Diese Käfer kann laut summend fliegen und wird in der Sandwüste von blühenden Blütenpflanzen angelockt. Er erinnert an einen überdimensionalen Rosenkäfer

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Acanthodactylus schmidti - female with a blue tail. The mating season was over and so we hardly saw any fringe toed lizard compared to Feb 2009 - Weibchen mit einem blauen Schwanz. Die Paarungszeit war bereits vorbei, daher sahen wir kaum Fransenfingereidechsen im Vergleich zu Februar 2009

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Boulders blown with sand, an interesting habitat for many species - Steinblöcke mit Flugsand überlagert, ein interessantes Habitat für viele Arten

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Our car: Nissan Pathfinder, good but less space than N. Patrol, especially in the back seats for three of us - Unser Auto: Nissan Pathfinder, gut aber kleiner als der Patrol, besonders für drei Personen auf der Rückbank

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

It looked like a promising sand river bed, but because of recent rainfalls the sand was wet some cm under the surface and the more we entered the more we sank until we got stuck; driver Thomas, all others had to push - Es sah wie ein vielversprechendes sandiges Flusstal aus, aber aufgrund von kürzlichen Regenfällen war der Untergrund nass und wir versanken mehr und mehr bis wir schließlich stecken blieben; Fahrer Thomas, der Rest musste schieben

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Excellent habitats along the east coast, but unfortunately we had to drive more than 1000 km and so we couldn't stop, where we wanted; in addition we passed several really promising sites during the hottest hours of the day - Entlang der Ostküste kamen wir an super interessanten Habitaten vorbei, allerdings mussten wir über 1000 km fahren und konnten nicht überall anhalten, wo wir wollten; noch dazu trafen wir viele gute Stellen während der heißen Tageszeit an 

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

There is just one reptile family, which defies the midday heat and doesn't care about ground temperatures: the Agamas; this toad head agama enjoys the midday sun on a small boulder - Es gibt nur eine Familie der Reptilien, die der Mittagshitze trotzt und sich nicht um Substrattemperaturen schert: die Agamen; diese Krötenkopfagame genießt die Mittagssonne auf einem kleinen Brocken

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Phrynocephalus arabicus in situ - this little guy doesn't even care about curious herpetologists and is a wonderful motif - Dieser kleine Bursche schert sich nicht um neugierige Herpetologen und bildet ein wunderbares Fotomotiv

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Phrynocephalus arabicus - this lovely little agamid is a quick sand dweller, occurs somewhere from nowhere and dissappears just as quickly in the sand - diese kleine hübsche Agame ist ein Sandbewohner, der ebenso schnell wieder im Sand verschwindet, wie er zuvor aus dem Nichts aufgetaucht ist.

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

This Pristurus carteri (in situ) imitates an agama by sitting on a block in the heat of the sun - Dieser Pristurus carteri (in situ) imitiert eine Agame auf einem Block in der Mittagssonne sitzend

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Pristurus carteri - the largest representative of the genus in Oman, it is mostly found together with its congener P. minimus - der größte Vertreter der Gattung im Oman, meist wird er gemeinsam mit seinem Verwandten P. minimus gefunden

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Pristurus carteri is a sand dweller, but also inhabits transition zones to gravel deserts - P. carteri ist eine Sandbewohner, kommt aber auch im Übergangsbereich zu Schotterwüsten vor

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Pristurus carteri in situ - male on a lava block observing its surroundings with its genus typical rolled up tail - Männchen auf einem Lavablock, der mit dem gattungstypischen aufgerollten Schwanz seine Umgebung überwacht

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

The head of P. carteri reminds one to a bird of prey. Its nearest relative in Yemen in named P. ornithocephalus - Der Kopf von P. carteri erinnert an einen Greifvogel. Sein nächster Verwandter im Jemen heisst P. ornithocephalus

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Teleshot of a Phrynocephalus arabicus on top of a non vegetated sand dune. Suddenly the agama appeared, had a look and vanished into thin air - Telefoto einer arabischen Krötenkopfagame auf dem Gipfel einer vegetationslosen Sanddüne. So plötzlich wie sie erschien, verschwand sie auch wieder von der Bildfläche

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Herpetological dreamland! So many different habitats directly together. One of the best and species richest areas im Oman, unfortunately we didn't have time for a night excursion, we found fresh tracks of a sidewinder, maybe Cerastes - Das herpetologische Paradies! So viele verschiedene Habitate auf engstem Raum. Wohl eines der besten und artenreichsten Gebiete des Landes, leider hatten wir nicht die Möglichkeit, hier eine Nachtexkursion zu machen, wir fanden frische Spuren einer Seitenwinder-Schlange, möglicherweise einer Cerastes 

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

A strange looking Acanthodactylus schmidti female. All other observed lizards were juveniles - Eine seltsam aussehendes Acanthodactylus schmidti Weibchen. Alle anderen hier beobachteten Eidechsen waren Jungtiere

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

The brand new coastal highway is extremely interesting with lots of different landscapes. Sand dunes change with gravel desert, mountains, wadis, lagoons and also dry salt lakes - Die Strecke entlang der neuen Küstenstraße ist extrem abwechslungsweich mit vielen verschiedenen Landschaftstypen wie Sanddünen, Schotterwüsten, Gebirge, Wadis, Lagunen und ausgetrockneten Salzseen

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

One of the last sand dunes on our way down to Dhofar. In this area we found three or four freshly killed monitors on the road, although there is hardly any traffic - Eine der letzten Sanddünen auf dem Weg in den Dhofar. In diesem Abschnitt fanden wir drei oder vier frisch überfahrene Warane, obwohl auf der Strecke kaum Verkehr ist

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Road from Northern Oman to the Dhofar along the coast, an extremely diverse landscape, on the road we found 4 dead Varanus griseus - Die Straße vom Nordoman in den Dhofar bietet eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, wir fanden hier 4 überfahrene Wüstenwarane    

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Sparsley vegetated landscape along the coastal road with a rather poor herpetofauna - Landschaft entlang der Küstenstraße mit geringer Vegetationsdichte und einer verarmten Herpetofauna

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

This Pristurs sp1 was separated from Pristurus rupestris by genetic analysis, because the two species are not monophyletic. In fact we also found differences in appearance and behaviour - Dieser Pristurus sp1 wurde genetisch von Pristurus rupestris abgetrennt, da die beiden Arten nicht monophyletisch sind, Tatsächlich fanden wir Unterschiede im Aussehen und Verhalten 

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Carcass of Chelonia mydas on the shore, where local fishermen brought their fishing catch ashore - Ein Gerippe von Chelonia mydas am Strand, wo lokale Fischer ihren Fang an Land brachten

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Franz and Richard checking the vegetation - Franz und Richard inspizieren die Vegetation

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Stenodactylus leptocosymbotus - one of the most abundant and common species in gravel deserts - eine der häufigsten und verbreitetsten Arten in der Schotterwüste

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Dusk in the desert, contact zones between different types of habitats are interesting places for searching - Dämmerung in der Wüste, Kontaktzonen zwischen verschiedenen Habitaten stellen vielversprechende Orte für die Suche dar

Bildberichte - Oman 2014 - Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 03

Stenodactylus leptocosymbotus - also a sand dweller but here it is in contact with two congeners - kommt auch in Sanddünen vor, allerdings mit zwei nahe verwandten Arten

 

 

4. Tag – 30. April: von Bar al Hikman nach Duqm

 

Gleich zu Sonnenaufgang machten wir noch eine kurze Foto-Session bei der Düne von unserer Nachtexkursion, wo wir auch alle nachts gefundene Tiere wieder freiließen. Am Morgen fanden wir hier zusätzlich noch Acanthodactylus schmidti, Trachylepis tessellata, Scincus mitranus und natürlich die allgegenwärtigen Pristurus carteri and Pristurus minimus. Auf unserer Fahrt weiter Richtung Süden verschwanden die Sanddünen und der Boden wurde immer härter – in diesem Bereich entdeckten wir Phrynocephalus arabicus und Pseudotrapelus dhofarensis sympatrisch. Das Artenspektrum änderte sich und schließlich fanden wir Dornschwanz-Agamen (Uromastyx aegyptia) und Arabische Wüstenrenner (Mesalina adramitana), die häufigste Art war nun Pseudotrapelus dhofarensis. Pristurus carteri, P. minimus und P. rupestris kamen ebenfalls vor, hier auch in höheren Dichten als bisher.

 

In Duqm entwickelt sich momentan ein riesiges Tourismus-Gebiet mit einem internationalen Flughafen und 5-Sterne-Hotels direkt am Strand, welcher aber bereits stark verschmutzt ist. Umsomehr waren wir überrascht, auf dem weiträumigen Baugelände eine Arabische Berggazelle (Gazella gazella cora) zu entdecken. Wir residierten im Duqm City Hotel, einer gehobenen Unterkunft mit Wlan und ausgezeichnetem Frühstück.

 

Telescopus-dhara-kl

Telescopus dhara in situ

 

Für die Nachtexkursion machten wir 2 Wadis in der Umgebung von Duqm ausfindig. Es war an diesem Abend relativ kühl und windig. In der Abenddämmerung genossen noch einige Pseudotrapelus die letzten Sonnenstrahlen und eine große Sandrennnatter (Psammophis schokari) entkam blitzschnell in ein großes Dornengebüsch. Nachts zogen sich Pristurus carteri, Pristurus minimus und Pristurus sp.1 zurück und S. leptocosymbotus wurde zur vorherrschenden Gecko-Art. Das Highlight dieser Nacht begann, als Richard die erste,  wunderschön orange gefärbte Arabische Katzennatter (Telescopus dhara) entdeckte, die ausgestreckt über einen kleinen Busch dalag. Kurz darauf fand er eine weitere und nach und nach kamen immer mehr dazu, bis wir insgesamt sieben Katzennattern in dieser Nacht beisammen hatten! Die meisten der Schlangen waren aktiv unterwegs und lagen auf kleinen Büschen. Während die jüngeren Tiere intensiv orange gefärbt sind, verblasst diese Färbung bei älteren Tieren. Thomas fing das größte Exemplar mit über einem Meter Länge.

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Each day between 5 and 6 o'clock we packed our car and started our tour. After sunrise we began to search until it got too hot. It was very interesting to observe the sequence of emerging and vanishing animals in the daily routine - Jeden Tag zwischen 5 und 6 Uhr packten wir unsere Sachen ins Auto und begannen unsere Tour. Nach dem Sonnenaufgang begannen wir zu suchen, bis es zu heiß wurde. Es war sehr interessant zu beobachten, wann welche Arten auf der Bildfläche erschienen und wieder verschwanden

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Pristurus carteri - typical proud male with a club tail in observing behaviour - ein typisches stolzes Männchen mit einem Keulenschwanz, der sein Revier beobachtet

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Lytorhynchus diadema - in the previous night we found several individuals on a sand dune. These sand dwellers emerge after sundown. Their traces can be confused with sand boa tracks, they both inhabit the same habitat -In der vorherigen Nacht haben wir einige Schlangen im Bereich einer Sanddüne gefunden. Die Spuren dieser nachtaktiven Schlangen können mit Sandboaspuren verwechselt werden, die syntop vorkommen.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Lytorhynchus diadema portrait - The name Crowned Leafnose Snake derives from the crown marking on its head and from the plate shield on its nose, which enables a perfect digging in the sand - Der Name Gekrönte Schnauzennatter leitet sich von der Kronenzeichnung auf dem Kopf sowie vom plattenartigen Nasenschild ab, das der Schlange ein perfektes Eingraben im Sand ermöglicht

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Typical traces of Lytorhynchus diadema on a wind blown sand dune - Typische Spuren der Gekrönten Schnauzennatter auf einer vom Wind geformten Sanddüne

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Lytorhynchus diadema - another more reddish individual from the same area. In good nights searches for this snake can be very productive - ein weiteres rötliches Exemplar. In guten Nächten kann die Suche nach dieser Art sehr erfolgreich sein

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Eryx jayakari - from the same habitat. Note the eyes on top of the head typical for sit and wait sand dwellers, completely contrary to Eryx jaculus - vom selben Habitat. Beachte die am Kopf weit oben liegenden Augen (im Gegensatz zu Eryx jaculus), die typisch für einen Predator sind, der vergraben im Sand auf Beute lauert  

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Acanthodactylus boskianus - DNA verified by Werner Mayer, these lizards were already very agile shortly after sunrise and really hard to observe and shoot - bestätigt durch DNA Analyse von Werner Mayer, diese Eidechsen sind bereits kurz nach Sonnenaufgang sehr aktiv und schnell und schwer zu beobachten und zu fotografieren 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Acanthodactylus boskianus - W. Mayer examined samples from this species from northern and southern Oman and discovered a quite high genetic distance in between this species - W. Mayer untersuchte Proben aus dem südlichen und dem nördlichen Oman und stellte dabei relativ hohe genetische Unterschiede der Proben fest 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Acanthodactylus boskianus inhabits the lower passages of the dune with harder substrat while Phrynocephalus arabicus lives in the loose sandy ares on top of the dune - Während Acanthodactylus boskianus die tieferen und härteren Abschnitte der Düne bewohnt, kommt Phrynocephalus arabicus im höher gelegenen Feinsandbereich der Düne vor 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Coracias garrulus - The European Roller is quite rare in Oman. Mostly we met its relative - the Indian Roller (Coracias benghalensis) - Die europäische Blauracke ist im Oman selten anzutreffen, meist beobachteten wir die nahe verwandte Hinduracke (Coracias benghalensis).

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Umbrella acacias are important resting and feeding grounds in the sand desert, espescially for mirgartory birds - Schirmakazien sind wichtige Rast- und Nahrungsplätze in der Sandwüste, besonders für Zugvögel.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Phrynocephalus arabicus - cute agile agamids, their main prey items are ants - hübsche flinke Agamen, deren Hauptbeute Ameisen sind

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

The surface temperature of this can must be extremely hot. Agamas seem to sunbath during the hottest hours of the day on the hottest materials available - Die Oberglächentemperatur dieser Dose muss extrem heiß sein. Agamen scheinen gezielt diese heißen Substrate zu suchen und sonnen sich dort während der heißesten Zeit des Tages

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

In absence of blocks and boulders, toad headed agamas use any available material in order to observe their territory - Wenn Blöcke und Steine fehlen, verwenden Krötenkopfagamen jedes vorhandene Material, um ihr Territorium zu überwachen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Richard shooting a toad headed agama - Richard fotografiert eine Krötenkopfagame 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Phrynocephalus arabicus in situ - The result of the photo shooting - Das Ergebnis der Knipserei

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Mesalina adramitana - occurs in gravel and sand deserts. In sandy habitats it replaces Acanthodyctylus in really sparse habitats - kommt in Schotter- und Sandwüsten vor. In sandigen Habitaten vertritt diese Art Acanthodactylus, wenn die Habitate extrem karg werden.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Pseudotrapelus dhofarensis - as soon as rocks or boulders protrude from the sand, this species is present in high numbers - sobald Felsen oder Blöcke aus dem Sand ragen, ist diese Art häufig vertreten

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Pseudotrapelus dhofarensis in situ - its typical behaviour is observing the surroundings. Very often this species can be seen from the car on rocks beside the road. As soon as you leave the car, the agama disappears - sein typisches Verhalten ist, die Umgebung zu beobachten. Sehr oft kann man die Art vom Auto aus beobachten, wenn man aber das Auto verlässt, ist die Agame bereits verschwunden.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Pseudotrapelus dhofarensis - sunbathing males become intensively blue, but after a while of disturbance they lose their color - sonnende Männchen können eine intensive Blaufärbung annehmen, die sie allerdings wieder verlieren, wenn sie gestört werden

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Lagoon between Barr al Hikman and Duqm, the lagoons are famous for bird watching, but unfortunately we hadn't enough time - Lagune zwischen Barr al Hikman und Duqm, die Lagunen sind bekannte Hotspots für Birdwatcher aber leider hatten wir nicht genug Zeit dafür

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Pseudotrapelus dhofarensis - female Sinai agamas usually have a plain brown color - weibliche Sinaiagamen haben meist eine schlichte braune Färbung

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

From a distance we observed this nice Uromastyx aegyptius while we were driving. We immediately stopped, but of course it disappeared. So we searched for the agama and found it under a stone - Während wir fuhren, konnten wir diesen hübschen Uromastyx aegyptius beobachten, aber als wir stehen blieben, verschwand er. Nach einer kurzen Suche fanden wir ihn unter einem Stein

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Uromastyx aegyptius - female; in southern Oman the subspecies microlepis occurs, while in the north lives the ssp. leptieni - Weibchen; während im südlichen Oman die Unterart microlepis lebt, kommt im Norden die ssp. leptieni vor

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Juvenile Pseudotrapelus dhofarensis with a bright orange back - eine junge Sinaiagame mit einem hellen orangen Rücken 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Al Wusta strand , fantastic sandy beaches without people, in the back the Huqf escarpement in the Duqm region -Strandbesichtigung in der Al Wusta Provinz, fantastische menschenleere Sandstrände, im Hintergrund die Huqf Klippen  

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Dry wadi bed near Duqm, home of Telescopus, Psammophis, Pseudotrapelus and several gecko species - Trockenes Flußbett in der Nähe von Duqm, Lebensraum von Psammophis, Telescopus, Pseudotrapelus und mehreren Geckoarten

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Romantic sunset in Duqm, this area will be a touristic center in the future. The first 5 star hotel was finished recently and some others are under construction - Ein romatischer Sonnenuntergang in Duqm. Die Duqm Gegend wird momentan zu einem Touristenzentrum ausgebaut. Das erste 5 Sternehotel ist bereits fertig und mehrere andere Hotels sind in Bau

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

 A spider, most probably of the genus Argiope - eine Spinne höchstwahrscheinlich aus der Gattung Argiope

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Our Wahiba spider far away from the Wahiba Sands - unsere Wahiba Spinne weit entfernt von der Wahiba Sands

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Telescopus dhara in situ - Typical behaviour of Arabian cat snakes, most of our eight records were found climbing on shrubs during the night - Typisches Verhalten von arabischen Katzennattern. Die meisten unserer acht Nachweise wurden kletternd auf niederen Büschen während der Nacht gefunden

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Stenodactylus leptocosymbotus - the main prey item for cat snakes in the Duqm region, these geckos forage under shrubs and bushes for food and maybe the cat snake lurk in the bushes for prey - das Hauptbeutetier der Katzennattern in der Duqm Gegend. Während die Geckos unter Büschen und Sträuchern nach Nahrung suchen, lauern die Katzennattern auf den Büschen auf die Geckos

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Telescopus dhara portrait - We could hardly believe our eyes when we found seven cat snakes in only three hours of one night. It was very windy and beside the cat snakes only few geckos were active - Wir konnten unseren Augen kaum trauen, als wir sieben Katzennattern innerhalb von drei Stunden in einer Nacht fanden. Es war sehr windig und außer den Katzennattern waren nur einige wenige Geckos aktiv  

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Telescopus dhara - younger snakes have a bright orange back, while older ones are more brownish - während jüngere Katzennattern eine intensiv orange Rückenfärbung aufweisen, sind ältere mehr bräunlich gefärbt

 

 

5. Tag – 1. Mai, Tag der Arbeit: von Duqm zum Wadi Shuwaymiyah

  

Nach einer morgendlichen Foto-Session ging es zurück nach Duqm, wo wir das reichhaltige Frühstück genossen – das erste auf unserer Reise. Wir brachen erst relativ spät auf und versuchten die Zeit wieder gut zu machen, was in einer kleinen Tragödie endete: In der Nähe von Ras Madrakah lief uns etwas unter den Wagen und wir mussten feststellen, dass wir einen Uromastyx thomasi überfahren hatten. Obwohl die Gegend trostlos aussah, machten wir uns auf die Suche nach weiteren Exemplaren dieser wunderschönen Art.

 

Franz fand einen weiteren, schon länger toten Uromastyx. Ein einsamer Wüstenrenner (Mesalina adramitana) sowie einige Pristurus carteri waren unterwegs. Plötzlich rief uns Christoph aufgeregt zu sich. Wir liefen zusammen und er erzählte, was sich hier abgespielt hatte: er war gerade dabei, einen schön orange gefärbten P. carteri zu fotografieren, als wie aus dem Nichts eine Sandrennnatter (Psammophis schokari) zwischen Christophs Schuhen hindurchschoss, sich in den Gecko verbiss und ihn gleichzeitig umschlang. Nach einigen Minuten war der Gecko tot. Die Schlange packte den relativ schweren Gecko beim Kopf und hob ihn trotz ihres dünnen Körpers vom Boden hoch um mit ihm im Maul flink davonzueilen. Sie suchte offenbar nach einem geeigneten Versteck, konnte aber keines finden. Da wir den Eindruck hatten, dass wir die Schlange doch irritierten, und wir sie nicht um ihre schwer verdiente Beute bringen wollten, verließen wir schließlich die Szene.

 

Psammophis-schokari-kl

 Psammophis schokari mit Pristurus carteri

 

Bei unserem nächsten Halt fanden wir einen Fransenfinger – vermutlich A. opheodurus. Christoph erhaschte auch ein Foto von Acanthodactylus masirae. Es war kurz vor Mittag und die Eidechsen zogen sich vor der Hitze zurück. Also fuhren wir weiter, immer Richtung Süden bis zu unserem Etappenziel, Wadi Shuwaymiyah. Wir fanden eine Unterkunft im Ash Shuwaymiyah Guest House, eine der schlechteren Unterkünfte während unserer Reise, aber es gab keine andere und immerhin hatten wir ein Bett. Danach fuhren wir über eine Schotterpiste in das angrenzende Wadi, das für seine Schwefel-Oasen bekannt ist, welche aussehen wie das Paradies aber stinken wie die Hölle. Die Oasen liegen einige Kilometer im Inneren des Wadis.

 

Gleich am Rande der Oase drehte Thomas einen Stein um und staunte über eine riesige Sandrasselotter mit einer Länge von etwa 65 cm. Wir hielten sie zunächst für Echis coloratus, denn E. khosatzkii ist mit einer Maximallänge von 50 cm beschrieben und wir dachten, dass diese Art nicht so weit nördlich vorkommt. Letztendlich erkannten wir aber unseren Irrtum: aufgrund der nur 3 Schuppenreihen zwischen Auge und Supralabialia und der typischen blassbraunen Färbung handelte es sich eindeutig um Echis khosatzkii. Während der Nachtexkursionen fanden wir noch am Strand eine frisch geköpfte Chelonia mydas. Im unteren Teil des Wadis stießen wir auf eine reiche Gecko-Fauna: Hemidactylus festivus, Pristurus carteri, Pristurus sp.1, Ptyodactylus dhofarensis und Tropiocolotes scortecci teilen sich diesen Lebensraum. Richard und Christoph rundeten den Tag noch mit einer weiteren Echis khosatzkii und einem Jungtier von Telescopus dhara ab.

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

A last farewell to the valley of the cat snakes. We made some pictures during daylight, released them and drove farther south - Abschied von den Katzennattern. Wir machten noch einige Fotos bei Tageslicht, ließen die Tiere frei und fuhren weiter nach Süden.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Basalt coast south of Duqm with blowholes - Basaltküste südlich von Duqm mit Spritzlöchern

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Unfortunately we were too quick and couldn't prevent running over this beautiful Uromastyx thomasi. It was really a frustrating landscape and we didn't expect this species here at all. We went out of the car, found some burrow holes and another dead individual but we didn't find another living specimen. But what we found was spectacular... - Leider fuhren wir zu schnell und konnten nicht verhindern, dass wir über diesen schönen Uromastyx thomasi fuhren. In dieser frustrierenden kargen Landschaft hätten wir diese Art nicht erwartet. Wir stiegen aus und suchten, fanden aber außer einem weiteren toten Tier und einigen Löchern von deren Bauten kein weiteres lebendes Exemplar. Aber stattdessen beobachteten wir ein spektakuläres Schauspiel...

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Christoph was taking some pictures of this Pristurus carteri and then it happened... - Christoph fotografierte gerade diesen Pristurus carteri und dann passierte es...

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Suddenly a Psammophis schokari dashed through Christophs legs and lunged at Chris' model - Plötzlich sauste eine Sandrennnatter durch Christophs Beine und stürzte sich auf Christophs Fotomodell

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Psammophis schokari - The snake bit its prey and constricted it, after half a minute the gecko had died - Die Schlange biss ihre Beute und umschlang sie, bis sie nach etwa einer halben Minute verstarb.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Psammophis schokari - A very slender snake with its rich prey - eine sehr schlanke Schlange mit ergiebiger Beute

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

After a while the snake tried to transport the gecko to a shady place to swallow its prey. Unfortunately there was no shade and so the snake had to take its meal in the heat of the day - Immer wieder hat die Schlange versucht, den Gecko zu einem schattigen Platz zu transportieren, aber leider gab es keinen Schatten und so musste das Mahl in der Hitze des Tages stattfinden

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Mesalina adramitana - another possible prey of Psammophis schokari in this scarce wilderness - eine weitere mögliche Beute der Sandrennnatter in dieser kargen Wildnis.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Mesalina adramitana - This unpretentious lizard inhabits also habitats, where Acanthodyctylus can't survive anymore - diese anspruchslose Eidechse besiedelt auch Lebensräume, in denen Fransenfinger nicht mehr überleben können.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Habitat of Uromastyx thomasi, Psammophis schokari, Pristurus carteri and Mesalina adramitana south of Duqm, Lebensraum von Uromastyx thomasi, Psammophis schokari, Pristurus carteri und Mesalina adramitana südlich von Duqm

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Another Pristurus carteri with more luck - dieser Pristurus carteri hatte mehr Glück

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Pseudotrapelus dhofarensis - a darker individual, one difference to Trapelus is the large ear opening - ein dunkles Exemplar, ein Unterscheidungsmerkmal zu Trapelus ist die große Ohröffnung.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Christoph managed to shoot this picture of Acanthodactylus masirae during the hottest part of the day. It was the only record of this species with its typical long snout - Christoph gelang dieses Foto eines Acanthodactylus masirae während der heißesten Tageszeit. Es war der einzige Nachweis dieser Art mit der typischen langgezogenen Schnauze

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

This is hard to believe but during the rainy seasons roads are flooded very often - Schwer zu glauben, aber während der Regenzeit kann es häufig zu überfluteten Straßen kommen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Pristurus carteri - the most common reptile in this area - das häufigste Reptil dieser Gegend

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

As soon as the afternoon wind came up, some Acanthodactylus boskianus came out of their burrows and began to forage in their territories - Sobald der Nachmittagswind zu wehen begann, kamen einige Acanthodactylus boskianus aus ihren Verstecken und gingen in ihren Revieren auf Jagd

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Old fisher huts were substituted by massive houses in order to improve the standard of fishermen in this nowhere land - Die alten Fischerhütten wurden durch massiv gebaute Häuser ersetzt, um den Lebensstandard der Fischer in diesem Niemandsland zu verbessern.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Acanthodactylus boskianus - hard to catch - schwer zu fangen 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

 

Acanthodactylus boskianus - the southern form in Oman differs from the northern form in terms of mDNA - die südliche Form unterscheidet sich recht deutlich von der nördlichen im Oman bezogen auf die mitochondriale DNA

 

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Our accommodation in Ash-Shuwaymiyah - most of the time the motels look better fom outside than they are - meistens sehen die Motels von außen besser aus, als sie sind 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Wadi Ash-Shuwaymyiah - fantastic landscape of high geological interest - eine fantastische Landschaft mit geologischen Besonderheiten 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

The wadi bed was dry and so the dromedaries had to feed on the remaining green plants - Das Wadibett war trocken und so mussten die Dromedare die verbliebenen grünen Pflanzen fressen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Suddenly an oasis with water occurred, but it smelled like it was sulfourus - Plötzlich entdeckten wir eine wasserreiche Oase, allerdings roch das Wasser sehr schwefalhaltig 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

View from the oasis down to the Wadi bed - Blick von der Oase hinunter ins Wadibett

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Just beside the water pond Thomas found this huge Echis khosatzkii of about 70 cm under a block - Neben der Wasserstelle fand Thomas diese große Echis khosatzkii unter einem Felsblock  

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Entrapped by the enormous size of this snake we first believed, it could be an Echis coloratus but the three rows of supralabials identify it clearly as E. khosatzkii - Verleitet durch die enorme Größe der Schlange glaubten wir zuerst, dass es sich um eine E. coloratus handeln könnte, aber die drei Supralabialreihen identifizieren das Tier eindeutig als Echis khosatzkii

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Ptyodactylus dhofarensis - during the night we found several specimens of this agile gecko - während der Nacht fanden wir etliche Exemplare dieses Geckos

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Ptyodactylus dhofarensis - a really good and quick climber - ein sehr guter und schneller Kletterer

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Ptyodactylus dhofarensis - Fan toes - Fächerfinger - Detail

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Hemidactylus festivus - a small gecko inhabiting rocks in Wadi Ash Shuwaymyiah - ein kleiner Geckos, der felsige Lebensräume im Wadi Ash Shuwaymyiah besiedelt

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Echis khosatzkii juvenile - During the night Richard found this young Echis foraging most probably for geckos - während der Nacht fanden wir diese junge Echis auf der Suche nach Nahrung, wahrscheinlich dürften das junge Geckos sein

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Telescopus dhara baby - size comparison - Größenvergleich

Oman 2014: 27. April – 10. Mai - Ein herpetologischer Reisebericht

Already this juvenile cat snake showed the typical behaviour climbing on shrubs and observing the surroundings for a possible prey - bereits diese junge Katzennatter zeigte das typische Verhalten auf Büsche kletternd die Gegend nach möglicher Beute abzusuchen

 

 

6. Tag – 2. Mai: Die Gegend um Mirbat und die Flussmündung bei Khor Rori

 

Wadi Shuwaymiyah liegt an den östlichen Ausläufern des Dhofar-Gebirges. Von hier führt eine ganz neu errichtete Straße nach Hasik, welche erst kürzlich für den Verkehr freigegeben wurde und ein technisches Meisterwerk darstellt. Die Berglandschaft ist atemberaubend. Zum Zeitpunkt unserer Reise, am Ende der Trockenzeit, war die Gegend stark ausgetrocknet. Wir suchten in einem kleinen Wadi, bestaunten hier die ersten Weihrauchbäume auf unserer Reise und sammelten auch ein wenig von dem getrockneten Harz.

Unser nächstes Ziel war das Gebiet zwischen Hasik und Mirbat, wo die Dornschwanz-Agame Uromastyx benti zu finden ist. Tatsächlich entdeckten wir einige dieser wunderschönen Drachen, die auf kleinen Erhöhungen in der Sonne badeten und die Umgebung beobachteten. Sie traten in unterschiedlichen Farben auf: gelb bis orange, bläulich und schwarz und einige waren mehrfarbig gefleckt. Leider waren die meisten extrem scheu und verschwanden sofort, sobald unser Auto stehenblieb. Schließlich gelangen uns aber doch einige gute Bilder und wir waren beeindruckt von dieser schönen Art.

 

Offroad Khor Rori kl

Vielleicht besser doch aussteigen - das Vertrauen in die Fahrkünste war offensichtlich nur mäßig

  

Ein Stück weiter westlich erreichten wir Khor Rori über eine Schotterpiste, sodass wir in dem an sich gesperrten Gebiet keine Eintrittstickets lösten. Unterwegs trafen wir erneut einige Arabische Berggazellen. Khor Rori ist das Mündungsgebiet des Wadi Darbat, das wegen der antiken Hafenstadt seit 1988 als UNESCO-Weltkulturerbe ausgewiesen wird. Auf dem eingezäunten Strand konnten wir Spuren von nistenden Meeresschildkröten ausmachen. Das Feuchtgebiet ist auch ornithologisch höchst interessant – auf kleinstem Raum kann man hier eine große Artenzahl beobachten (Löffler, Sichler, Grau-, Seiden-, Nacht- und Rallenreiher, ...). Hier fanden wir auch Trachylepis brevicollis, aber diese Skinke sind dermaßen scheu, dass uns trotz langen Wartens kein Foto gelang. Beim Verlassen des Gebietes über den Haupt-Weg zahlten wir nachträglich den Eintritt, und die Aufseher wunderten sich, wo wir überhaupt hergekommen waren.

Wir fuhren weiter nach Salalah und mieteten uns im Beach Villas Hotel ein, wo wir die nächsten drei Nächte blieben. Abends fuhren wir zur Nachtexkursion zurück nach Khor Rori. Leider rechneten wir nicht mit den Schwärmen von Mücken und Richard zog sich nach ersten allergischen Reaktionen bald ins Auto zurück. Gerald fand eine Erdviper (Atractaspis andersonii) und Franz eine weitere Echis khosatzkii, die auf einem steilen Felsen jedoch entkam. Im trockenen Flussbett rannte und hüpfte Hemidactylus paucituberculatus umher. Nachdem wir von einem zwielichtigen Einheimischen angepöbelt wurden, gaben wir die eher enttäuschende Moskito-Tour bald auf und fuhren ins Hotel zurück.

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

High spirits after fantastic impressions so far - gute Laune nach den bisherigen fantastischen Erlebnissen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

The north eastern limits of the Dhofar mountain chain - die nordöstlichen Ausläufer des Dhofar Gebirges 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Ammomanes deserti - The desert lark is a highly desert adapted bird with a perfect camouflage - Die Steinlerche ist an Wüstenlebensräume angepasst und sehr gut getarnt 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Brand new road through the Dhofar mountains. The road was hardly used and must have been opened just shortly - Diese ganz neue errichtete Straße durch das Dhofargebirge war kaum genutzt. Die Eröffnung musste kurz vor unserem Aufenthalt stattgefunden haben 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Clouds along the Dhofar coastline - Wolken entlang der Dhofarküste

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Now these impressive lime stone mountains can be easily accessed by the new road - jetzt können diese beeindruckendes Kalkgebirge sehr leicht durch die neue Straße erreicht werden

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Oncoming traffic with flashlights signal dromedaries on the road, a great danger on the Omani desert roads - Gegenverkehr mit Lichthupen signalisiert Dromedare auf der Straße, eine große Gefahr auf omanischen Wüstenstraßen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Camels are always an eye-catcher. In some areas we always wonder how they can survive - Kamele sind immer ein Blickfang. In manchen Gegenden fragen wir uns, wie sie dort überleben können

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Osprey on its nest - Fischadler auf seinem Nest

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Pandion haliaetus - an Osprey on its nest in a lagoon - ein Fischadler auf seinem Nest in einer Lagune

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

We could approach quite near without him leaving its nest - wir konnten uns recht nahe annähern, ohne dass er sein Nest verließ

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Uromastyx benti - a couple from a distance. We observed many individuals, but as soon as we opened the car doors, they dissappeared quickly - ein Paar aus großer Distanz. Wir konnten viele Individuen beobachten, aber immer als wir die Autotür öffneten, verschwanden die Tiere

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Uromastyx benti - the females are quite inconspicously coloured but still very nice - die Weibchen sind relativ unauffällig gefärbt, aber noch immer recht hübsch 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Uromastyx benti - this species occurs only in a limited area within the Dhofar - diese Art kommt nur in einem begrenzten Gebiet im Dhofar vor

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Franz is checking out, how deep the borrows are - Franz testet aus, wie tief die Dornschwanzbauten sind

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Typical habitat for Uromastyx benti and Pseudotrapelus dhofarensis. From the driving car it is hard to tell, which agama is sitting on the rock - Typisches Habitat von Uromastyx benti und Pseudotrapelus dhofarensis. Vom fahrenden Auto aus ist es schwierg, die Agamen zu unterscheiden

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

And sometimes, but not very often, it is not an agama, but a Pristurus carteri - Und manchmal, aber nicht sehr oft, ist es keine Agame, sondern ein Pristurus carteri

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Thank's to Jürgen Gebhart for this tip of the graveyard, an optimal habitat for Uromastyx benti - Dank an Jürgen Gebhart für diesen Tip des Friedhofes, der einen optimalen Lebensraum für Uromastyx benti darstellt

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Uromastyx benti - male, in typical pose observing its territory - Männchen, in typischer Pose sein Revier beobachtend

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Uromastyx benti - males are sometimes very colorful, but also black individuals occur. This one was a highlight for sure - Männchen sind manchmal sehr farbenfroh, aber es gibt auch einfärbige schwarze Tiere. Dieser war auf jeden Fall ein Highlight 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

This guy one was easy, because it was hiding under a stone - Diese Bursche war leicht zu erwischen, da er sich unter einem Stein versteckt hat

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

A fresh sea turtle track at the Dhofar beach. Nesting beaches are mostly fenced - Eine frische Spur einer Meeresschildkröte am Strand im Dhofar. Niststrände sind meistens abgezäunt

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Gazella gazella cora - Arabian mountain gazelle. We saw two individuals, one near Duqm and the second here during the illegal entry of the Khor Rhori estuary - Arabische Berggazelle. Wir konnte zwei Tiere beobachten, eines in Duqm und das zweite hier bei der nicht ganz legalen Einfahrt in den Khor Rhori Mündungsbereich 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

The Khor Rori is the estuary of Wadi Darbat and it once was an important harbour on the way from Europe to India. Now it is a Unesco heritage - Der Khor Rori ist die Mündung des Wadi Darbat. Es war ein wichtiger Hafen auf dem Weg von Europa nach Indien. Es zählt zum Unesco Weltkulturerbe

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

The lagoon is an important resting and food place for dromedaries and birds - Die Lagune ist ein wichtiger Rast- und Nahrungsplatz für Dromedare und Vögel

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

When we entered the Khor Rori area via that path, we were not aware, that there is an official toll entry, where to pay the entrance fee. When we left, the officers wondered and we had to pay anyway - Als wir auf diesem Pfad in das Khor Rori Gelände einfuhren, wussten wir nicht, dass man offiziell nur durch die Mautstation fahren darf. Als wir ausfuhren, wunderten sich die Aufseher und wir mussten dennoch bezahlen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Ardeola ralloides - Squacco heron - Rallenreiher

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

The Khor Rori lagoon is an absolute must for birdwatchers - Die Khor Rori Lagunge ist ein absolutes Muss für jeden Birdwatcher

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

There are only few permanent fresh water sources in Dhofar - es gibt nur wenige permanente Süßwassergewässer im Dhofar

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Herons paradise - Das Reiherparadies

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Plegadis falcinellus - also this glossy ibis feels comfortable in between so many herons - auch dieser Sichler fühlt sich inmitten der vielen Reiher wohl

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Platalea leucorodia - Spoonbill - Löffler 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Good to have have four good pushers in the car, in case the soil becomes a bit loose... - Gut, wenn man vier gute Schieber im Auto hat, falls der Untergrund weich wird...

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 06

Hemidactylus paucituberculatus - a small nocturnal gecko belonging to the H. homoeolepis species group, ground dwelling in Wadis - ein kleiner nachtaktiver Gecko aus der H. homoeolepis Gruppe, bodenbewohnend in Wadis

 


7. Tag – 3. Mai: Mughsayl und Wadi Ayun

 

Zeitig in der Früh fuhren wir nach Westen in Richtung Jemen und hielten an einer Stelle kurz nach Mughsayl. Wir suchten nicht direkt im Wadi sondern in den Hügeln westlich davon. Jetzt, am Ende der Trockenzeit, war es extrem trocken hier, aber einige Pflanzen schienen den kommenden Regen schon zu erwarten und begannen bereits zu blühen. Herpetologisch war nicht sehr viel los, das Highlight war Trachylepis brevicollis, eine sehr scheue Art, aber Richard gelang es diesmal, ein Foto zu erwischen. Gerald beobachtete eine Goldstachelmaus, die wie eine Kreuzung aus einem Igel und einer Ratte aussah.

 

Zurück an der Küste besuchten wir die bekannten „Blow-holes" bei Mughsayl, wo das Meerwasser mit den Wellenbewegungen durch schmale Felsspalten hochgepresst wird und schließlich fauchend aus dem Boden geblasen wird. Wir beobachteten dort unter anderem Wüstenammern (Emberiza striolata) und Smaragdspinte (Merops orientalis). Herpetologisch gesehen waren wir nicht begeistert, aber immerhin hatten wir auch ein paar schöne Weihrauchbäume gesehen. Wir fuhren zurück ins Hotel um zu frühstücken und etwas zu schlafen.

 

Nach dem Mittagessen beschlossen wir, das berühmte Wadi Ayun zu besuchen, das im Hinterland von Salalah liegt. Der dichte subtropische Wald, der auf die südlichen Hänge der Dhofar Berge nördlich von Salalah beschränkt ist, war interessanterweise komplett kahl. Sobald wir das Plateau erreichten, änderte sich die Landschaft und die Bäume waren grün, die Vegetation dort stand jedoch unter starkem Beweidungsdruck. Am Rande des Wadi Ayun ließen wir unseren Wagen zurück. Von hier konnten wir einen kleinen See im Tal sehen. Wir begannen den Abstieg über die steilen Flanken hinunter ins Tal während die Sonne hinter den Bergen versank. An den Wasserstellen wuchs hohes Schilfgras (Arundo sp.), hier grasten hunderte von Ziegen und einige Dromedare.

 

Wadi Ayun ist für seine hohe Artenvielfalt bekannt, aber leider ist der Mai keine gute Zeit, denn die Regenzeit beginnt im Juni und es waren nicht viele Tiere aktiv. Wir fanden einige Dhofar-Kröten (Duttaphrynus dhufarensis) in kleineren Tümpeln. Auf den Felsen waren Ptyodactylus dhofarensis und Pristurus sp.1 relativ häufig. Hemidactylus festivus trafen wir vor allem in den oberen Bereichen der Abhänge an, während Hemidactylus minutus (vormals H. homoeolepis) den Wandfuß bevorzugten. Wir suchten lange nach unserer ersehnten Zielart, die Gerald schließlich entdeckte: Hemidactylus lemurinus, ein schöner endemischer Gecko mit auffallend großen Augen. Wir bekamen nur dieses eine Exemplar zu Gesicht. Gerald fand hier auch noch eine junge Schlankblindschlange (Myriopholis macrorhyncha).

 

Hemidactylus-lemurinus GO kl

Hemidactylus lemurinus - ein Endemit dieser Gegend 

 

Schließlich machten wir uns an den Aufstieg zurück zu unserem Auto. Gerald entdeckte noch eine junge Echis khosatzkii direkt auf unserem Weg. Die Schlange war sehr ruhig und keineswegs aggressiv. Im Wadi hatten wir auch in einer Wasserstelle frische Leopardenspuren gesehen. Beim nächtlichen Rückweg sahen wir dann noch ein leuchtendes Augenpaar und eine Gestalt, die mit weichen Sprüngen über ein Schotterfeld bergauf floh. Vielleicht handelte es sich dabei um einen Leoparden, aber die Entfernung war zu groß für unsere Stirnlampen, sodass das Tier in der Dunkelheit nicht mit Sicherheit zu identifizieren war. Der Arabische Leopard (Panthera pardus nimr) ist die kleinste und am meisten gefährdete Unterart mit nur ca. 200 freilebenden Exemplaren. Auf der Heimfahrt sahen wir noch einen Rotfuchs und einen Goldschakal.

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Adenium sp. - blooming desert rose - blühende Wüstenrose

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

The archetype of many different cultivated plants of Adenium obesum - Die Stammform vieler Kulturpflanzen der Art Adenium obesum

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Although the rainy season has been over for several month, Adenium was blooming. It is an important ressource for many insects - Obwohl die Regenzeit bereits einige Monate vorbei war, blühte Adenium; eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

A dry Wadi near Mughsayl. Although it looked quite promising, there was not a lot of activity at least during the day - Ein trockenes Wadi nahe Mughsayl. Obwohl es vielversprechend aussah, war kaum Aktivität zu registrieren

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

The highlight was this picture of a Trachylepis brevicollis. This big and rather shy skink was observed twice, but it disappeared and didn't come out of its burrow anymore - Das Highlight war dieses Foto von Richard von einem Trachylepis brevicollis. Diese große aber scheue Skink wurde an zwei Stellen beobachtet, aber er verschwand rasch in seinem Bau und kam nicht mehr zum Vorschein

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Dry season in the Dhofar, a hard time for herpetologists - Die Trockenzeit im Dhofar ist eine harte Zeit für Herpetologen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Adenium obesum/arabicum - looks a bit like a mini Baobab tree - sieht ein wenig nach einem Mini Baobab Baum aus

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Acomys russatus - The golden spiny mouse was another eye catcher. For us it looks like a mixture of a rat and a hedgehog - Die Goldstachelmaus war ein weiteres Highlight. Für uns sieht sie wie eine Mischung aus einer Ratte und einem Igel aus

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Acomys russatus - Gerald managed to take some shots of this impressing spiny mouse - Gerald gelangen einige Fotos dieser beeindruckenden Stachelmaus

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Fantastic lonesome beaches near Mughsayl - Fantastische einsame Strände nahe Mughsayl

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

 

Onychognathus tristramii - Tristram's Starling - Tristramstar

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Emberizia sahari - house bunting Mughsayl - Hausammer in Mughsayl

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Merops orientalis - green bee eater couple - Smaragdspint Paar

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Blowholes near Mughsayl - Blaslöcher in der Nähe von Mughsayl

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Sultan Qaboos mosque in Salalah - Sultan Qaboos Moschee in Salalah

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Meat market Salalah - Fleischmarkt Salalah

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

The Dhofar waters are still relatively fish rich - Die Gewässer im Dhofar sind noch immer relativ fischreich

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

A high diversity of fish is offered in the Slalah fish Souq - Eine große Vielfalt an Fischen wird am Fisch Souq in Salalah angeboten

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Friendly and educated people all over the country - Überall im Land trifft man auf freundliche und gebildete Leute

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Sheik Thomas after the lunch break - Scheich Thomas nach der Mittagspause

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

The slpoes behind the Dhofar plain are grown with deciduous forests. During the dry season they lose all their leaves - Die Abhänge hinter der Dhofar Ebene sind mit laubabwerfenden Wäldern bewachsen. Während der Trockenzeit haben sie all ihre Blätter verloren

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

While in the Dhofar plain and in the Wadis camels are pasturing, cattle breeding is dominating on higher elevations in the mountains - Während in der Dhofar Ebene und in den Wadis die grasenden Kamele dominieren, werden diese in höheren Lagen von Viehzucht abgelöst 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

After climbing down a steep slope we reached Wadi Ayun in the evening - Nach einem steilen Abstieg erreichten wir am Abend das Wadi Ayun

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

We started from a water hole surrounded by reed in downstream (northern) direction when the sun went down - Wir starteten von einem schilfbestandenen Wasserloch talabwärts (nach Norden) kurz vor Sonnenuntergang

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Wadi Ayun has an extremely high diversity also in terms of herpetology - Wadi Ayun weist eine enorme Artenvielfalt auch an Reptilien auf

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Fresh track of Panthera pardus nimr, the South Arabian Leopard, the smallest Leopard subspecies, later in the night we saw an individual from a distance - frische Spur von einem Panthera pardus nimr, dem Südarabischen Leoparden, der kleinsten Unterart des Leoparden. Später in der Nacht sahen wir ein Exemplar aus der Entfernung

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Short break between sundown and darkness - Kurze Pause zwischen Sonnenuntergang und Dunkelheit

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

During this time no reptiles were active and it was a bit frustrating - während dieser Zeit waren keine Reptilien aktiv, was ein wenig frustrierend war

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Ptyodactylus dhofarenesis - as soon as the night came these geckos started their activity - sobald die Nacht hereinbrach, begann die Aktivität dieser Geckos

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Ptyodactylus dhofarensis - an agile nocturnal gecko - ein flinker nachtaktiver Gecko

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Ptyodactylus dhofarensis - large eyes, large ear drum, prominent snout - große Augen, großes Trommelfell, aufgeworfene Schnauze

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Single egg of an unknown gecko species - einzelnes Ei einer nicht bestimmten Geckoart

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Hemidactylus festivus - another member of the newly described geckos in Oman - ein weiterer der neu beschriebenen Geckos im Oman

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Hemidactylus festivus inhabits the rocks and boulders in the valley - H. festivus bewohnt Felsen und Blöcke im Tal

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Hemidactylus minutus - formerly homoeolepis, a more ground dwelling member of the genus - früher homoeolepis, ein eher bodenbewohnender Gecko der Gattung

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Myriopholis macrorhyncha - Gerald found this hooked thread snake baby by chance, note the size - Gerald fand diese Hakenschnabelblindschlange zufällig im Vorbeigehen, beachte die Größe.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Hemidactylus lemurinus - the third Hemidactylus gecko is an endemic species and quite spectacular with its huge eyes. Gerald found this single individual which made us very happy - der dritte Hemidacytlus Gecko ist eine endemische und spektakuläre Art mit großen Augen. Gerald fand dieses einzige Exemplar und machte uns damit glücklich.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Hemidactylus lemurinus - compared to other congeners they become quite large - verglichen mit anderen Arten der Gattung werden sie sehr groß

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Hemidactylus lemurinus - cleaning its eye with its tongue - reinigt sein Auge mit der Zunge

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

 

Hemidactylus lemurinus - this male individual tried to bite us - dieses Männchen versuchte uns zu beißen

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

 

Hemidactylus lemurinus - looks a bit like a comic character with its huge eyes - sieht ein wenig wie eine Komikfigur mit seinen großen Augen aus

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Echis khosatzkii - finally again Gerald found this young snake while we went back to the car - schließlich fand wieder Gerald diese junge Schlange, als wir zurück zum Auto gingen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Echis khosatzkii - seems to be an abundant snake. After two in Wadi Ash Shuwaymiyah and two in Khor Rori it was the fifth specimen so far - scheint eine recht häufige Schlange zu sein. Nach zwei im Wadi Ash Shuwaymiyah und zwei im Khor Rori war dies bereits das fünfte Exemplar

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

Echis khosatzkii - a very dangerous snake belonging to the Echis pyramidum group - eine sehr gefährliche Schlange, die zur Echis pyramidum Gruppe gehört

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 07

 

Echis khosatzkii - this snake was very calm while handling and didn't bite at all. Other specimens were very aggressive - diese Schlange war sehr ruhig und hat während unserer Aufnahmen nicht gebissen. Andere Schlangen hingegen waren sehr aggressiv

 

 

 


8. Tag – 4. Mai: die Tawi Atayr Doline und Wadi Darbat

 

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Doline Tawi Atayr, dem „Brunnen der Vögel". Nicht weit von unserem Hotel, mitten in Salalah beobachteten wir die erste Blutsaugeragame (Calotes versicolor) an einer Steinmauer. Diese eingeschleppte, asiatische Art ist hier bereits seit einigen Jahren bekannt. Neu für uns war die ungeheure Ausdehnung ihres Areals zumindest in nordöstliche Richtung. Auf dem Weg nach Tawi Atayr sahen wir eine große Zahl dieser Tiere neben der Straße. Auch die Kiesflächen bei Tawi Atayr waren dicht besiedelt: fast jeder größere Felsblock war besetzt.

 

Die Doline Tawi Atayr ist ca. 200m tief mit einem Durchmesser von ca. 150m am oberen Rand und 60m am Boden. Der obere Abschnitt ist begehbar, man kann noch von einer alten überhängenden Plattform aus in die Tiefe blicken, ohne aber bis zum Boden des Loches zu sehen. Vor kurzem wurde eine endemische Fischart (Garra dunsirei BANISTER, 1987) aus diesem Loch beschrieben. Der „Brunnen der Vögel" ist tatsächlich ein ornithologisches Highlight. Etliche attraktive Vögel wie z.B. Gilbweber (Ploceus galbula) oder Wüstenammern (Emberiza striolata) sangen und flogen um uns herum. Ein Habichtsadler-Paar flog knapp über uns hinweg und fütterte seine Jungen.

 

Acanthocercus-adramitanus CR kl

Acanthocercus adramitanus 

 

An Herpetofauna sahen wir nur Trachylepis tessellata, die zwischen den Felsen kletterte und sich dort verbarg. Wir waren schon auf dem Rückweg, als wir kurz vor dem Ausstieg aus der Doline eine Höhle auf der anderen Seite des Kraters entdeckten. Dort fanden wir unseren ersten Hemidactylus alkiyumii. Draußen vor der Höhle entdeckte Christoph noch ein wunderschönes, aber auch sehr scheues Pärchen Hadramaut-Agamen (Acanthocercus adramitanus). Das farbenprächtige blaue Männchen und das braune Weibchen nahmen abwechselnd ein Sonnenbad vor ihrem Unterschlupf auf einem hohen Felsen.

 

Nach diesem Abstecher besuchten wir das Wadi Darbat, das auch unser Ziel für die Nachtexkursion sein sollte. Das Wadi Darbat führt ständig Wasser und beheimatet eine große Artenzahl an Vögeln, Reptilien und Säugetieren. Bei der Anfahrt saß ein Graubrust-Paradiesschnäpper auf einem Baum und in der Nähe des Flusses entdeckten wir einen Graukopfliest, sowie einige Gilbweber. Jürgen hatte uns Aufnahmen eines Holländers geschickt, der hier eine Kobra beim Schwimmen im Wasser fotografiert hatte. Leider hatten wir nicht das Glück, eine zu beobachten. Wir fuhren heim, schliefen eine Runde und waren spät abends wieder zurück im Wadi Darbat.

 

Die Vegetation war von Kamelen und Rindern komplett abgegrast und es gab im Flussbett so gut wie keine Versteckmöglichkeiten mehr. Zunächst fanden wir nur einige Dhofar-Kröten (Duttaphrynus dhufarensis), schlafende Blutsaugeragamen und Pristurus sp.1. Gerald überraschte uns schließlich mit einer großen, ca. 70 cm langen, glänzend schwarzen Erdviper (Atractaspis andersonii), einem absoluten Highlight unserer Reise. Wir suchten noch weiter, doch auch nach längerer Zeit kam nur Hemidactylus alkiyumii hervor, das allerdings in großer Dichte. Franz und Gerald sichteten im dichten Wald eine Ginsterkatze, die schnell auf einen Baum flüchtete.

 

Obwohl uns die Nächte im Dhofar einige Highlights beschert hatten, stellten wir fest, dass der trockene Mai nicht die beste Zeit hier ist, denn die Anzahl der aktiven Tiere ist sehr gering.

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Technical gear and equipment for a successful excursion - Technische Hilfsmittel für eine erfolgreiche Exkursion

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Alectoris melanocephala - Arabian partridge - Schwarzkopfsteinhuhn 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Calotes versicolor - The bloodsucker is an introduced species. We found it all the way from the Salalah city center to the Tawi Atayr sinkhole - Die eingeschleppte Blutsaugeragame begleitete uns auf der kompletten Strecke von der Innenstadt bis zur Tawi Atayr Doline

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Ploceus galbula - male Rüppell's weaver - männlicher Gilbweber

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Calotes versicolor - female directly beside Tawi Atayr - Weibchen direkt vor Tawi Atayr

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Onychognathus tristramii - Tristram's Starling - Tristramstar

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

The Tawi Atayr sinkhole, a huge karst element in the middle of an inconscpicous scenery. Locals call it the well of the birds - Das Tawi Atayr Sinkhole ist ein riesiges Karstloch inmitten einer eher unauffälligen Landschaft. Einheimische nennen es die Quelle der Vögel.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

The bottom of the sinkhole is not visible - Der Boden der Doline ist nicht sichtbar

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

 

Emberizia sahari - house bunting - Hausammer

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Acanthocercus adamitanus - female looking out of its shelter - Weibchen aus ihrem Versteck schauend

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

 

Acanthocercus adamitanus - the associated male, both were very shy - das zugehörige Männchen, beide waren sehr scheu

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Capparis spinosa - Faded caper bush with two different blooming colors - verblühter Kapernstrauch mit zwei verschiedenen Blütenfarben

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Hieraaetus fasciatus - Bonelli's Eagles - Habichtsadler

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Hieraaetus fasciatus - Bonelli's Eagles - Habichtsadler

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Hieraaetus fasciatus - Bonelli's Eagles - Habichtsadler

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Hieraaetus fasciatus - Bonelli's Eagles - Habichtsadler

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Hieraaetus fasciatus - Bonelli's Eagles - Habichtsadler

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

A shady place to rest, walking up and down the sinkhole is quite exhausting - Ein schattiger Platz zum Ausruhen, das Auf- und Abwandern im Sinkhole ist ziemlich anstrengend

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Acanthocercus adramitanus - after a while the curious male came out again - nach einer Weile kam das neugierige Männchen wieder heraus 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

 

Onychognathus tristramii - Tristram's Starling - Tristramstar

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Acanthocercus adramitanus - we only found a single couple of this beautiful agama - wir fanden nur ein einziges Paar dieser schönen Agamenart

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Trachylepis tessellata - this little skink is common throughout Oman - dieser kleine Skink ist im gesamten Oman recht häufig

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Khor Rori - the estuary of Wadi Darbat - Die Mündung des Wadi Darbat

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Terpsiphone viridis - African paradise flycatcher - Graubrust-Paradiesschnäpper

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Spilopelia senegalensis - laughing dove - Palmtaube

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Calotes versicolor - during the night and cold weather bloodsucker agamas are sleeping in bushes - während der Nacht und schlechtem Wetter schlafen Blutsaugeragamen in Büschen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Franz's new best friend - Der neue beste Freund von Franz

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Dromedaries crossing Wadi Darbat - Dromedare durchqueren das Wadi Darbat

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Tristram's starlings help to consume annoying vermin - Tristramstare helfen, lästiges Ungeziefer zu beseitigen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Wadi Darbat during the dry season. There is still enough water in the Wadi but aside it is dust-dry everywhere - Wadi Darbat in der Trockenzeit. Im Wadi ist noch ausreichend Wasser, aber abseits ist es überall staubtrocken

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

 

Emberizia sahari, Wadi Darbat - house bunting - Hausammer

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Nectarinia habessinica - Shining Sunbird - Glanznektarvogel

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Interesting formations in a little refuge - Interessante Formationen in einem kleinen Unterstand

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

most probably a sunbird, who can help? - höchstwahscheinlich ein Nektarvogel, wer kann helfen?

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

most probably a sunbird, who can help? - höchstwahscheinlich ein Nektarvogel, wer kann helfen?

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Calotes versicolor - female, sleeping in a bush aside the Wadi - Weibchen, schlafend in einem Busch neben dem Wadi

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Halcyon leucocephala - Grey Headed Kingfisher - Graukopfliest

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Short break in the late afternoon, before the night session starts - kurze Pause am Strand, bevor die Nachttour beginnt

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Atractaspis andersoni - this burrowing asp was active during the night. Gerald spotted a second one some days before in Khor Rori, which dissappeared in a hole - diese Erdviper war während der Nacht unterwegs. Gerald fand bereits einige Tage zuvor eine Schlange im Khor Rori, die aber in einem Loch verschwand

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Atractaspis andersoni - this specimen was very long with a length of more than 70 cm - Mit einer länge von über 70 cm war dieses Exemplar außergewöhnlich lang

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Hemidactylus alkiyumii - a rough scaled nocturnal gecko, quite common in Wadi Darbat and Tawi Atayr- ein grobschuppiger nachtaktiver Gecko, der im Wadi Darbat und Tawi Atayr recht häufig ist

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Duttaphrynus dhofarensis - the Dhofar toad is very common in the remaining water puddles and most probably one of the most important prey animals of the Arabian Cobra - die Dhofar Kröte ist sehr häufig in den verbliebenen Wasserlöchern. Wahrscheinlich ist sie eines der wichtigsten Beutetiere der Arabischen Kobra 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Rhinolophus sp. - Horseshoe bat with baby - Hufeisennase mit Jungtier

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

A wild swarm of bees - ein wilder Bienenschwarm

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Genetta genetta - Small spotted Genet, Gerald spotted it while crossing a forest near the stream, then it flew onto a tree - Kleinfleck Ginsterkatze, Gerald scheuchte sie in einem Wald neben dem Wasser auf, worauf sie auf einen Baum flüchtete

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 08

Working clothes after a long hard day - Arbeitsgewand nach einem langen harten Tag

 


 
9. Tag – 5. Mai: Abschied vom Dhofar, die Wüste zwischen Thumrayt und Haima
 
An unserem letzten Morgen im Dhofar suchten wir noch sandige Strandabschnitte östlich von Salalah, um dort Fransenfinger zu suchen, aber das Gelände war überall umgegraben. Eine frisch überfahrene Telescopus dhara auf der Straße und einige Pristurus sp.1 und Pseudotrapelus dhofarensis waren das einzige, was wir finden konnten. So machten wir uns auf den Rückweg in den Norden über die Inland-Straße, zunächst  nach Thumrayt, wo es bekannte Vorkommen von Echis coloratus und Cerastes gasperettii gibt.
 
Wir erreichten Thumrayt gegen Mittag und erforschten das Umland des kleinen Ortes, das aber nicht sehr vielversprechend aussah. Wir fanden Acanthodactylus opheodurus, Pristurus carteri und Mesalina adramitana. Unterwegs fotografierten wir ein Tropfenflughuhn. Weiter nördlich wurde die Wüste immer trockener und öder. Auf der Weiterfahrt bemerkten wir plötzlich eine kleine Agame auf einem Stein neben der Straße, und das zur heißesten Tageszeit. Es war ein komplett weiß gefärbtes Weibchen von Trapelus flavimaculatus, das unsere vorsichtige Annäherung ohne Scheu zuließ. Lediglich die Färbung wurde etwas dunkler zu einem fleckigen Braun. In der Umgebung gab es fast keine Vegetation.
 
Trapelus-flavimaculatus CR kl

Trapelus flavimaculatus 

 

Beim Weiterfahren wurde die Landschaft noch karger und doch scheinen unter diesen harten Bedingungen noch einige Reptilien zu überleben: wir fanden Uromastyx aegyptia and Mesalina adramitana selbst in diesen Wüsten mit minimalem Bewuchs.Die Landschaft war wirklich trostlos! Zwischen Quitbit und Haima gab es keine einzige Stelle, die uns interessant erschien, und so fuhren wir ohne Pause bis Haima durch. Auch dieser Ort war ziemlich trist, wir fanden hier bei der Nachtexkursion nur 4 Arten: Pristurus carteri, Bunopus tuberculatus, Stenodactylus leptocosymbotus and Mesalina adramitana. Verglichen mit der Küstenstraße war das sehr wenig. Das Highlight des Abends war ein Blauwangenspint, den wir beim genüsslichen Verzehr einer großen, gelben Heuschrecke beobachteten.

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Galerida cristata - Crested lark - Haubenlerche

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Corvus splendens - Camel with a house crowe as a Navigator - Kamel mit einer Glanzkrähe als Navi

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

and earcleaner - und Ohrenputzer

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Pseudotrapelus dhofarensis - beautiful specimen - sehr schönes Exemplar

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Fuel costs 21 € Cent per liter, quite cheap compared to Europe - Benzin kostet 21 € Cent pro Liter, ist also im Vergleich zu Europa wirklich günstig

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Mesalina adramitana - a delicate lizard - eine filigrane Eidechse

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

 

Mesalina adramitana - found on the way from Salalah to Thumrayt - gefunden auf der Strecke zwischen Salalah und Thumrayt

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Acanthodactylus opheodurus - resting in the shade of a shrub during lunch time - rastet sich unter einem Busch in der Mittagshitze aus

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Acanthodactylus opheodurus - note the typical dorsal pattern, species was also confirmed by genetic data - beachte das typische Rückenmuster, die Art wurde auch genetisch bestimmt

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Guess what?! Answer follows within the next pics! - Rate mal?! Die Antwort folgt in den nächsten Bildern!

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Pristurus carteri - of course, what else? inhabiting nearly everything, also old carpets - natürlich, was sonst! bewohnt fast alles, auch einen alten Teppich

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

A long way to go - noch ein weiter Weg

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Pterocles sp. - Sandgrouse - Flughuhn

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Trapelus flavimaculatus - proud female observing its surroundings - stolzes Weibchen beobachtet seine Umgebung

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Habitat of Trapelus flavimaculatus, meagre desert - Habitat von Trapelus flavimaculatus, karge Wüste

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Trapelus flavimaculatus in situ - this agama was not shy at all and remained sitting for 20 min in the heat of the day, while we took pictures - diese Agame war überhaupt nicht scheu und blieb 20 min in der Mittagshitze sitzen, während wir sie fotografierten

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Trapelus flavimaculatus - after a while the white color changed into a darker brown - nach einer Weile wechselte die weiße Farbe in ein dunkleres braun

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Attempt to escape is senseless, it didn't even try - Fluchtversuch sinnlos, sie versuchte es nicht einmal

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

01.30 p.m. only agamas were out during this time - 13.30 nur Agamen war um diese Zeit heraussen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Trapelus flavimaculatus - this agama was the only record of this species - diese Agame war der einzige Nachweis dieser Art

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Endless roads with a boring scenery, compared to the coastal road this area is really dreary - Endlose Straßen mit einer langweiligen Landschaft, verglichen mit der Küstenstraße ist diese Gegend extrem fad

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Merops persicus - Blue-cheeked bee eater with a locust prey - Blauwangenspint mit einer Heuschrecke als Beute

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Final destination of the day for the night excursion with poor herpetofauna - die letzte Station des Tages für die Nachtexkursion mit einer armen Herpetofauna

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Mesalina adramitana - can survive in such harsh conditions - kann in dieser rauen Gegend überleben  

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

Bunopus tuberculatus - was the only nocturnal species we observed there - war die einzige nachtaktive Art, die wir hier beobachten konnten 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 09

 

Bunopus tuberculatus - a ground dwelling gecko which inhabits hard sandy substrates with not too many gravel stones - ein bodenbewohnender Gecko, der hartes sandiges Substrat mit nicht allzu vielen Schottersteinen besiedelt 

 

 


 
10. Tag – 6. Mai: nach Nizwa, Wadi Tanuf

 

Wir verließen das Haima Hotel kurz vor Sonnenaufgang und fuhren weiter nach Norden. Das Tankstellennetz ist hier selbst auf der Hauptstraße relativ dünn und man sollte jede Gelegenheit nutzen, den Tank wieder aufzufüllen. Leider hatte eine der Tankstellen kein Benzin mehr und so mussten wir zur nächsten Möglichkeit nach Adam weiterfahren, obwohl unsere Tanknadel schon sehr tief stand. Unser Bordcomputer zeigte noch 4 Restkilometer an, als wir endlich die Tankstelle in Adam erreichten, und wir füllten 74,377 Liter in unseren 75-Liter-Tank. Das war knapp!

 

Eine kurze Suche in der Oasenstadt Adam verlief enttäuschend, und so fuhren wir weiter nach Nizwa. Diese Stadt war zu dem Zeitpunkt eine einzige Großbaustelle, sämtliche Hauptstraßen wurden erneuert und auch die Moschee war eingerüstet. Nach längerer Suche fanden wir im Süden der Stadt das Safari Hotel.

Abends besuchten wir die antiken Ruinen von Tanuf am Eingang des gleichnamigen Wadis. Es handelt sich dabei um typische Lehmbauten und wird von vielen Touristen besucht. Als ein Bus mit Touristen entladen wurde, zogen wir uns zurück und fuhren weiter in das eindrucksvolle Wadi hinein. Noch vor Sonnenuntergang beobachteten wir Arabische Kröten, Trachylepis tessellata, Pristurus celerrimus und P. rupestris. In einer Höhle entdeckten wir eine große Zahl von Mausschwanzfledermäusen (Rhinopoma), die wir aber keiner Art zuordnen konnten – vielleicht kann jemand helfen?

 

Asaccus-platyrhynchus CR kl

Asaccus platyrhynchus

 

Während des Sonnenunterganges fuhren wir noch weiter in die Schlucht hinein bis ans Ende der Schotterpiste, wo ein kleines Dorf in die Felsen hineingebaut ist, und warteten den Einbruch der Nacht ab. In dem Wadi leben mehrere Gecko-Arten. Wir sahen Ptyodactylus orlovi und Hemidactylus luqueorum (vormals persicus). Das Highlight war aber sicherlich Asaccus platyrhynchus, den wir am Rückweg bei den Ruinen fanden. Leider konnten wir den kleineren A. gallagheri nicht finden, der ebenfalls in diesem Wadi vorkommt. Doch nach den Tagen in der eintönigen Wüste waren wir hier sehr zufrieden.

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Our grand hotel on the way up north, one night over stop is necessary - Unser Grand Hotel auf dem Weg nach Norden, eine Übernachtung ist notwendig

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Finally a different landscape, these sand dunes are the westernmost extensions of the Wahiba Sands, unfortunately it was the wrong time to search - endlich eine andere Landschaft, diese Sanddünen sind die westlichen Ausläufer der Wahiba Sands, leider war es die falsche Zeit zum Suchen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

After a closed petrol station only less than one liter of petrol was left in the tank - nach einer geschlossenen Tankstelle war nur noch weniger als ein Liter im Tank

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Money talks - Geld regiert die Welt

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

The first oasis after the long journey through the desert - die ersten Oasen nach der langen Fahrt durch die Wüste

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Coracias benghalensis - Indian Roller - Hinduracke

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Very friendly locals everywhere - überall sehr freundliche Einheimische

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Many old oasis towns like Adam or Manah were built with clay - viele alte Oasenstädte wurden mit Lehm errichtet

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

The ancient city of Tanuf just on the end of Wadi Tanuf - die historische Stadt Tanuf am Ende des Wadi Tanuf

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

 

The ancient city of Tanuf is a tourist attraction - Tanuf ist heutzutage eine Touristenattraktion

 

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

In contrast to our historic buildings everything can be entered and touched - Im Gegensatz zu unseren historischen Gebäuden kann alles betreten und berührt werden

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Goats in the mountains of Wadi Tanuf, our target for the daily night excursion - Ziegen in den Bergen des Wadi Tanuf, unserem Ziel für die heutige Nachtexkursion

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Thomas discovered a cave full of bats - Thomas entdeckte eine Höhle, die voll mit Fledermäusen war

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Rhinopoma sp. - Mouse tailed bat - Mausschwanzfledermaus

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Bats in action - Fledermäuse im Anflug

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Pristurus celerrimus - the larger brother of Pristurus rupestris inhabits larger boulders than its congener - der größere Bruder von P. rupestris bewohnt die größeren Blöcke als sein Verwandter

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Side valley of Wadi Tanuf - Seitental des Wadi Tanuf

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Duttaphrynus arabicus - omnipresent during day and night along streams - allgegenwärtig während Tag und Nacht in der Nähe der Bäche

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Date palms, the farmers pride - Dattelpalmen, der Stolz der Bauern

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Waxing moon - zunehmender Mond

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Hemidactylus luqueorum - a nocturnal gecko belonging to the H. persicus species group - ein nachtaktiver Gecko, der zur H. persicus Gruppe gehört 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

 

Hemidactylus luqueorum - this species is endemic to the western Hajar mountains - diese Art kommt im westlichen Hajargebirge endemisch vor 

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Asaccus platyrhynchus - the target of this night excursion - das Ziel dieser Nachtexkursion

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

Asaccus platyrhynchus - Leaf toed gecko - Blattfingergecko

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 10

 

Asaccus platyrhynchus - Males have remarkable a yellow tail and yellow spots on their back - Männchen haben einen bemerkenswerten gelben Schwanz und gelbe Flecken auf dem Rücken 

 

 


 
11. Tag – 7. Mai: die Tour Wadi Qurai – Barzman – Manah

 

Im Wadi Qurai hatten wir 2009 Omanosaura cyanura gefunden und so wollten wir dieses wunderschöne Wadi, das ständig Wasser führt, wieder besuchen. Libellen umflogen uns in großer Zahl, während wir entlang des gut ausgebauten Bewässerungssystems in das Wadi hineinwanderten. Omanosaura jayakari war hier häufig anzutreffen. Die großen Männchen bewachten ihre Territorien und es schien, als lebten diese Tiere paarweise. Nach ungefähr einer Stunde erreichten wir einige Wasserbecken, wo wir gemeinsam mit einigen Duttaphrynus arabicus und unzähligen kleinen Fischen (Garra barreimiae) badeten. Die kleinen Karpfenfische knabberten an unseren Füßen, was ständig kitzelte. Nach unserem erfrischenden Bad marschierten wir zurück, wobei wir die gleichen Arten beobachteten wie am Vortag: P. rupestris, P. celerrimus, T. tessellata und P. orlovi.

 

Nach kurzer Diskussion beschlossen wir, an den westlichen Ausläufern der Wahiba nach Sanddünen zu suchen, wo wir uns Cerastes erhofften. Leider war das ein Fehlschlag, denn auch nach langer Fahrt gab es keinen Sand und so hielten wir kurz, um uns die alten Lehmbauten in Barzman anzusehen, wo wir allerdings nur Pristurus rupestris und D. arabicus fanden. Unser letzter Abstecher an diesem Tag führte uns in die Lehmstadt von Manah, wo wir bereits ein Vorkommen von Pristurus gallagheri kannten. Es war bereits dämmrig, als wir ankamen, und so entdeckten wir nur 3 – 4 Exemplare dieser seltenen Art.

 

Zurück in Nizwa besuchten wir noch den alten Markt (Souq) mit einigen Hemidactylus flaviviridis und den Verwandten von Thomas im Al-Bader Shop.

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

A well known place for some crew members: Wadi Qurai with its intellegent falaj irrigation system - Ein bekannter Ort für einen Teil des Teams: Wadi Qurai mit seinem raffinierten Falaj Bewässerungssystem

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Omanosaura jayakari - juvenile - Jungtier

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Looks like paradise, water pools inviting you for a bath after a long hike in the heat - Ein paradiesischer Anblick, Wasserbecken die dich nach einer langen heißen Wanderung zum Baden einladen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Omanosaura jayakari - now already moving in the shade - jetzt bereits im Schatten unterwegs

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Wadi Qurai - a narrow valley with some water left - ein enges Tal mit ein wenig verbliebenem Wasser

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Water pool in Wadi Qurai, home for the Arabian toad, water scorpions, Garra fish and many dragonflies - Wasserbecken im Wadi Qurai, Heimat von Arabischen Kröten, Wasserskorpionen, Garra Fischen und vielen Libellen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Franz doing his favorite hobby - Franz bei seiner Lieblingsbeschäftigung

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Orthetrum sp. in copula - Skimmer in colula - Blaupfeil in Paarung

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Garra barreimiae - feeding on Geralds stinking foot - fressen an Geralds stinkendem Fuß

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Thomas jumping into the pool - Thomas springt in den Pool

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

A quite rare observation: Ptyodactylus orlovi bathing in the sun - eine eher ungewöhnliche Beobachtung: Ptyodactylus orlovi sonnend

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Similarity with a living person is just a coincidence - Ähnlichkeit mit einer lebenden Person ist purer Zufall

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Visit of the old clay town Barzman - Besuch der alten Lehmstadt Barzman

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

The ravages of time nibbles on the clay construction material - Der Zahn der Zeit nagt stark am Baumaterial Lehm

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Some really nice details like this beautiful window can still be discovered - So manche liebevollen Details wie dieses hübsche Fenster können doch noch entdeckt werden 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Pristurus gallagheri - a tree and building dwelling species living in the clay center of Manah - eine baum- und gebäudebewohnende Art im Zentrum von Manah.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

 

Pristurus gallagheri - when we arrived in Manah after sundown, the last individuals of this diurnal species were hiding in building crevices - als wir Manah nach Sonnenuntergang erreichten, versteckten sich gerade die letzten Tiere dieser tagaktiven Art in Gebäudespalten

 

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 11

Aisle of our hotel in Nizwa - Gang (dt. Flur) unseres Hotels in Nizwa

 


 
12. Tag – 8. Mai: einige Highlights auf dem Sayq-Plateau

 

Wir brachen früh morgens von Nizwa auf und erreichten kurz nach 6:00 die Kontrollstelle, wo unser Wagen auf Allradantrieb und auch unsere Pässe überprüft wurden. Hinter dem Flughafen und dem Militärstützpunkt durchziehen einige Wadis das Gelände. Wir sahen uns die Wadis Qtm und Sayh, die direkt an der Straße liegen, näher an. So wie schon 2009 stellten wir fest, dass hier Pristurus celerrimus die vorherrschende Art war und die Dichte von P. rupestris geringer war. Omanosaura jayakari ist hier sehr häufig und unter einem Stein entdeckte Franz Ablepharus pannonicus und nicht weit davon auch Trachylepis tessellata. Wir beobachteten auch eine große Zahl von Schmetterlingen und Libellen und an genau der gleichen Stelle wie 2009 fand Thomas eine Stabheuschrecke.

 

Omanosaura-jayakari CR kl

Omanosaura jayakari

 

Nach dem Mittagessen checkten wir im Jebel Akhdar Hotel ein und schliefen bis 16:00. Danach beschlossen wir, ein neues Gebiet aufzusuchen, weit weg von den Dörfern und der Zivilisation und so begaben wir uns in das Gelände direkt über dem Wadi Tanuf. Dort fanden wir ein vielversprechendes kleines Wadi. Wir nutzen die letzten Sonnenstrahlen zur Suche und schon nach kurzer Zeit entdeckte Richard seine erste Omanosaura cyanura und noch während wir fotografierten, sichtete Gerald eine weitere. Das ist ungewöhnlich, weil diese Tiere meistens nur einzeln gefunden werden. Das zweite Exemplar schien trächtig zu sein. Wir erfreuten uns an diesen wunderschönen, kleinen Eidechsen, die ähnlich unseren Mauereidechsen in den schmalen Felsspalten jagten. Omanosaura jayakari war hier wesentlich seltener und auch die beiden Pristurus-Arten nicht so häufig wie im Wadi Qtm.

 

Während des Sonnenunterganges genossen wir den Blick hinunter nach Nizwa und den Vollmond, der am Horizont erschien. Danach suchten wir bei völliger Dunkelheit nochmals das letzte Wadi auf. Obwohl Drew Gardner die beiden ehemaligen Hemidactylus persicus Arten als allopatrisch beschrieben hat, glauben, wir, dass wir hier in diesem Wadi sowohl H. luqueorum als auch H. hajarensis gefunden haben, wenn auch an unterschiedlichen Stellen. Der endemische Asaccus montanus überraschte uns mit seiner geringen Größe im Vergleich zu seinem Verwandten, A. platyrhynchus, aus der Ebene. In den vereinzelten Tümpeln, die es nach den letzten Regenfällen noch gab, schwammen Arabische Kröten (Duttaphrynus arabicus). Es überraschte uns, keine einzige Echis omanensis zu finden, denn unsere tschechischen Kollegen hatten sie in großer Zahl hier in der Nähe von Sayq gesehen, wenn auch im September.

 

Pseudocerastes-persicus CR kl

 Pseudocerastes persicus

 

Umso erfreulicher war, dass Richard im oberen Bereich der Abhänge eine herrliche Pseudocerastes persicus aufstöberte. Es war auch einiges an Glück dabei, denn er war im Dunkeln bereits vorbeigegangen, als er durch ein lautes Fauchen aufmerksam wurde und dann die gut getarnte Schlange entdeckte. Die Persische Trughornviper war ein absolutes Highlight auf dieser Exkursion und unser Hauptziel, weswegen wir das Sayq-Plateau aufgesucht hatten. Höchst zufrieden kehrten wir ins Hotel zurück und genehmigten uns zur Feier des Tages ein Bier – das einzige auf unserer Reise. Die Küche hatte schon geschlossen und wir mussten einen Kellner bestechen, um noch etwas zu bekommen. In der Nacht hörten wir dann aus den Bergen das Heulen von Wölfen – oder war es doch nur das Bier?

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

A beautiful butterfly from Wadi Qtm auf dem Sayq Plateau - ein hübscher Schmetterling aus dem Wadi Qtm auf dem Sayq Plateau

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Pristurus rupestris - enjoying the sun - genießt die Sonne.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Wadi Sayh - during the day we found Duttaphrynus arabicus, Pristurus rupestris, P. celerrimus, Ablepharus pannonicus, Omanosaura jayakari, Trachylepis tessellata - während des Tages fanden wir o.a. Arten

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Pristurus celerrimus - endemic in the Hajar mountains - endemisch im Hajar Gebirge

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

 

Pristurus celerrimus - very abundant at the Sayq plateau - sehr häufig auf dem Sayq Plateau

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

 

Pristurus celerrimus - shit happens

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Pristurus rupestris - lives on smaller rock than P. c. - lebt auf kleineren Blöcken als P. c.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Pristurus rupestris - with mites - mit Milben

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Thomas found this stick insect exactly at the same place, where Hannes found one in 2009. Both were the only records of the trips - Thomas fand diese Stabheuschrecke genau an der selben Stelle, wo Hannes 2009 ebenfalls eine entdeckte. Beide Tiere waren die jeweils einzigen Nachweise dieser Art auf den Reisen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Omanosaura jayakari in situ - an absolute handsome and trusting individual - ein hübsches und absolut zutrauliches Tier 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Duttaphrynus arabicus - on the wall of the Qtm dam - auf der Staumauer des Qtm Dammes

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Omanosaura jayakari - everywhere, and no hint for O. cyanura - überall, und kein Hinweis auf O. cyanura

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Almonds - Mandeln

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Beautiful blossom - hübsche Blüte

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

The Qtm dam in May, quite a lot of water left - der Qtm Damm im Mai, relativ viel Wasser ist für diese Jahreszeit verblieben

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

The Sayq plateau, an excellent target, not only for herpetologists - Das Sayq Plateau ist ein tolles Reiseziel, nicht nur für Herpetologen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

The villages are relatively small and the locals are more reticent, but still very friendly - die Ortschaften sind eher klein, die Leute mehr zurückhaltend aber dennoch sehr freundlich

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Diana's point - the terraces are really an eye catcher - die Terrassen sind immer wieder ein faszinierender Anblick

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Dianas point - from a distance you can see, how huge this once farmed and irrigated terraces were - aus der Entfernung kann man sehen, wie riesig diese einst bewirtschafteten und bewässerten Terrassen waren 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

The Sayq plateau can only be accessed by 4WD cars, although the roads are very wide and safe - Das Sayq Plateau kann nur mit einem Allradauto erreicht werden, obwohl die Straßen sehr breit und sicher gebaut sind

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Omanosaura cyanura - finally! In a Wadi in the eastern part of the Sayq plateau we found two female lizards together during the late afternoon - endlich! In einem Wadi im östlichen Teil des Sayq Plateaus fanden wir zwei weibliche Eidechsen am späten Nachmittag

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

 

Omanosaura cyanura - both females seemed to be pregnant and enjoyed the last sun of the day - beide Weibchen schienen trächtig zu seine und sonnten sich in der Abendsonne

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

 

Omanosaura cyanura - At first both animals were quite shy, hid in cracks and only looked out from time to time, after a while of persistent waiting they came out again and got more trusting - Anfangs waren beide Tiere sehr scheu, versteckten sich in Spalten und schauten nur von Zeit zu Zeit heraus, nach einer Weile beharrlichen Wartens kamen sie aber öfters heraus und wurden deutlich zutraulicher

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

 

Omanosaura cyanura - typical behaviour: foraging and hiding in narrow crevices and cracks, similar to European rock lizards - typisches Verhalten: Nahrungssuche und Verstecken in engen Spalten und Ritzen, ähnlich vielen europäischen Felseneidechsen

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Omanosaura jayakari - also present in this dry Wadi, but in low numbers, competition between those two relative species seems to be a limiting factor for the smaller species - wurde auch in diesem Wadi gefunden, allerdings in geringen Dichten, die Konkurrenz beider Arten dürfte ein limitierender Faktor für die kleinere Art darstellen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Side of a dry but species rich Wadi with following species - Seitlicher Bereich eines trockenen aber artenreichen Wadis mit folgenden Arten - Duttaphrynus arabicus, Asaccus montanus, Hemidactylus hajarensis, H. luqueorum, Pristurus celerrimus, P. rupestris, Omanosaura cyanura, O. jayakari, Pseudocerastes persicus

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Sundown on the Sayq plateau - Sonnenuntergang auf dem Sayq Plateau

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Nizwa at night - Nizwa bei Nacht

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Asaccus montanus - a beautiful small but very filigrane gecko - ein schöner kleiner aber sehr filigraner Gecko

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

 

Asaccus montanus - can also climb well in overhanging rocks and maybe therefore has a competition advantage compared to the two Hemidactylus persicus species - kann auch gut auf überhängenden Felsen klettern und hat möglicherweise deshalb einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den beiden Hemidactylus persicus Arten 

 

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Hemidactylus luqueorum - split from H. persicus together with H. hajarensis, which we also observed here - abgetrennt von H. persicus wie auch H. hajarensis, den wir ebenfalls hier beobachten konnten

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Asaccus montanus - a dwarf compared to its congener A. platyrhynchus, which lives in the lower parts of the Hajar mountains - ein Zwerg verglichen mit A. platyrhynchus, der die tiefer gelegenen Wadis des Hajar Gebirges besiedelt

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Richards strike: Pseudocerastes persicus - Richard realized a gentle hissing and observed the snake looking out from its hole  - Richard registrierte ein leises Zischen und entdeckte die Schlange, die aus ihrem Loch herausschaute

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

Pseudocerastes persicus - a relict species on the Arabian peninsula, occurs only in higher elevations of the Hajar mountains - eine Reliktart auf der arabischen Halbinsel, kommt nur in größeren Höhen im Hajargebirge vor 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

 

Pseudocerastes persicus - Most probably the highlight of our journey, Richard had to pay a round of beer for all in the Hajar hotel, which was our only beer of the trip! Beer is even rarer in Oman than the false horned viper! - Sicherlich das Highlight unserer Reise, Richard musste danach eine Runde Bier im Hajar Hotel bezahlen, es war das einzige Bier der Reise! Bier dürfte im Oman noch seltener als die Trughornviper sein!

 

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 12

 

Pseudocerastes persicus - Very well camouflaged and hard to find in the boulders of the Wadis - sehr gut getarnt und schwierig zu finden in den Blockhalden der Wadis

 

 

 

13. Tag – 9. Mai: durch die Jebel Akhdar Berge zur Batinah

 

Nach dem Frühstück verließen wir das Sayq-Plateau – immerhin hatten wir gefunden, was wir hier gesucht hatten. Wir entschlossen uns, das Jebel Akhdar Gebirge nicht auf der Hauptstraße zu durchqueren, sondern auf einer spektakulären Piste, die wir schon von 2009 kannten. In der Nähe der Al Hotta Höhle waren einige große Acanthodactylus boskianus auf der Straße unterwegs. Auf der Bergstraße beobachteten wir dann Schmutzgeier und fanden eine überfahrene Echis omanensis, beeindruckende Omanosaura jayakari und eine große Platyceps rhodorachis in einer Oase bei einem Wadi, wo auch etliche Arabische Kröten in den Wasserbecken schwammen. Wir kamen auch beim bekannten Snake Canyon vorbei, wo etliche Touristen von lokalen Guides durchgeführt wurden. Die Agamen in dieser Region wurden kürzlich in die neue Art Pseudotrapelus jensvindumi aufgespaltet, wir konnten diese variable Art aber weder von P. dhofarensis noch von P. sinaitus unterscheiden.

 

Echis-carinatus-sochureki
Echis carinatus sochureki

 

An Nachmittag erreichten wir die Batinah, die Küstenebene im Norden des Omans, und quartierten uns in einem Hotel in der Nähe des Flughafens ein. Dann versuchten wir, ein noch einigermaßen natürliches Suchgebiet zu finden, was sich als schwierig herausstellte, denn die Batinah ist sehr dicht besiedelt und die Entwicklung von Industrie und Tourismus schreitet rasant voran. Schließlich entdeckten wir doch noch ein kleines Fleckchen, wo Franz aus dem Auto stieg, einige Kisten umdrehte und sofort zwei junge Sandrasselottern (Echis carinatus sochureki) fand. Nach dieser Überraschung suchten wir fieberhaft weiter, konnten aber nur noch einige junge Fransenfinger (Acanthodactylus blanfordii) beobachten, Alttiere waren keine unterwegs. Auch hier schien Mai keine gute Zeit für die Eidechsen zu sein.

 

Wir aßen in einem kleinen Lokal zu Abend und unser frisch verheirateter Franz fand einen Friseur, wo er sich Haarschnitt und Rasur gönnte, um bei der Rückkehr nett und gepflegt auszusehen. Nachts suchten wir dann noch direkt am Strand und fanden dort Bunopus tuberculatus, Stenodactylus leptocosymbotus sowie einige Hemidactylus robustus auf den Bäumen. Auf dem Rückweg entdeckte Gerald noch eine weitere Echis carinatus, die sich unter einem kleinen Busch versteckte.

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Impressing Hajar Wadi - Imposantes Hajar Wadi

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Crossing of the Hajar mountains via the gravel road is an absolute adventure, although no 4WD compulsory - die Überquerung des Hajar Gebirges auf der Schotterpiste ist ein einmaliges Abenteuer, keine Allradpflicht! 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

One lookout after the other - ein Aussichtspunkt nach dem anderen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

"A long and winding road..." - (Beatles)

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Platyceps rhodorachis - in a wadi oasis with a massive well and lots of water - in einer Wadi Oase mit einer mächtigen Quelle und viel Wasser 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Duttaphrynus arabicus - food of P. rhodorachis - Futter der P. rhodorachis

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

A spring appearing from a canyon - eine Quelle aus einer Klamm kommend

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Do you remember our trip report from 2009? Then the road was crossing the football arena, what a progress - Erinnern Sie sich an unseren Reisebericht von 2009? Damals querte die Straße die Fußballarena, was für ein Fortschritt!

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

No clue, where to go - keine Ahnung wohin wir fahren

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Volcanic rock with a deep canyon - Vulkangestein mit einem tief eingschnittenen Tal

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Pseudotrapelus jensvindumi - all along the way we observed this nice agamas, mostly sitting on rocks or boulders - viele dieser hübschen Agamen saßen entlang des Weges auf Felsen oder Blöcken

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

 

Pseudotrapelus jensvindumi - another blue colored male - ein weiteres blau gefärbtes Männchen

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Echis carinatus - Franz found two juveniles under some plates, this one had only one eye - Franz fand zwei Jungtiere unter Platten, dieses hatte nur noch ein Auge

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

 Echis carinatus - quite common in suitable habitats in the Batinah plain, the problem is the loss of habitats because of massive housing - recht häufig in geeigneten Habitaten in der Batinah Ebene, das Problem ist aber der Lebensraumverlust durch massive Bautätigkeiten

 

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

 

Echis carinatus sochureki - a very poisonous nocturnal species, often near settlements, therefore very dangerous - eine sehr giftige nachtaktive Art, oft in der Nähe von Siedlungen, daher sehr gefährlich

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Acanthodactylus blanfordii - although we searched for a while, only juveniles were seen - obwohl wir lange suchten, fanden wir nur Jungtiere

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

 

Acanthodactylus blanfordii - In terms of lizard observations May is much worse than February, but for snakes it is the other way round - Um Eidechsen zu beobachten, ist der Mai viel schlechter als der Februar, für Schlangenbeobachtungen ist es aber umgekehrt 

 

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

One of the last natural habitats we found in the western Batinah plain - eines der letzten naturnahen Habitate, das wir in der westlichen Batinah Ebene fanden

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Golf of Oman

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Romantic sandy beach in the Batinah - romantischer Sandstrand in der Batinah

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Franz in need of a haircut - Franz benötigt einen Haarschnitt

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Stenodactylus leptocosymbotus - even on the beach of the Batinah - sogar am Strand in der Batinah

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

 

Stenodactylus leptocosymbotus - where geckos are, there should be also their predators - wo Geckos leben, sollte es auch deren Feinde geben

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Echis carinatus - here you go, another juvenile carpet viper - na bitte, eine weitere Sandrasselotter

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Echis carinatus - also at the beach under a bush - auch am Strand unter einem Busch

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

 

Echis carinatus - Gerald spotted this well camouflaged snake - Gerald fand diese gut getarnte Schlange

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 13

Time for dinner - Zeit zum Abendessen

 

 

14. Tag – 10. Mai: Wadi Abyad, Muskat und Heimflug

 

Obwohl es unser letzter Tag war, beschlossen wir noch einen Abstecher in das schöne Wadi Abyad in den nördlichen Ausläufern des Hajar-Gebirges zu riskieren. Am oberen Eingang zum Wadi sahen wir schon, dass es relativ viel Wasser gab und es  war einigermaßen schwierig, das Flussbett zu durchfahren, was an einigen Stellen notwendig ist. Letztendlich bewährte sich aber unser Pathfinder, obwohl es mit drei Personen auf der Rückbank schon sehr eng und rumpelig war. Schließlich ließen wir den Wagen stehen und gingen zu Fuß weiter. Es war bereits 9:00 als wir unsere Wanderung begannen und schon nach wenigen Minuten fanden wir eine große Echis omanensis, die durch das Flussbett kroch. Für uns war das die erste Begegnung mit einer Sandrasselotter, die tagsüber aktiv war. Diese Schlangen jagen Arabische Kröten, die hier entlang des Flusses sehr häufig sind. 

 

Als wir die Stelle erreichten, wo 2009 noch ein schöner natürlicher Pool war, sahen wir, dass dieser nicht mehr existierte – er war vermutlich von der Strömung weggespült worden. Aber einige Meter weiter flussabwärts fanden wir einen Platz, der sich bestens zum Baden eignete. Einige Palmen spendeten Schatten, und wir genossen einen entspannten Vormittag. Große Libellen schwirrten durch die Luft und Gerald fand noch einen großen Wadi Racer (P. rhodorachis), der nach Fischen jagte.

 

Schließlich fuhren wir zurück, machten noch einen kurzen Abstecher in die Innenstadt von Muskat und zum Souq in Seeb, kauften noch einige Souvenirs ein und begaben uns dann zum Flughafen. Mit dem Dreamliner ging es nach Doha und von dort zurück nach Wien. Eine fantastische Reise ging zu Ende – eine der besten, die wir bisher hatten!

 

weitere Bilder zu diesem Abschnitt

 space20px white

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

Wadi Abyad - if the water level is not too high, it is possible to access the Wadi till a certain point - wenn der Wasserstand nicht allzu hoch ist, kann man das Wadi bis zu einem bestimmten Punkt befahren

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

We parked our car, started our walk and immediately observed this active Echis omanensis - Wir parkten unser Auto, begannen unsere Wanderung und fanden unmittelbar diese aktive Echis omanensis

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

Echis omanensis - a quite large individual, it was most probably on the way into its shelter - ein recht großes Individuum, es war wahrscheinlich gerade unterwegs in sein Versteck

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

Wadi Abyad is extremely intersting in terms of geology - Wadi Abyad ist geologisch äußerst interessant

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

Duttaphrynus arabicus - An unusual colored specimen of the Arabian toad - ein ungewöhnlich gefärbtes Exemplar der Arabischen Kröte

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

The water is the result of late rainfalls in spring - Das Wasser ist das Ergebnis später Regenfälle im Frühling

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

Pseudotrapelus jensvindumi - the color of some specimens is adapted to the rocks - die Farbe einiger Exemplare ist an das Gestein angepasst.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

In this part of the valley there was a huge deep pool in 2009 which we used for swimming, but there must have been a dam failure and now the pool is gone - In diesem Teil des Tales befand sich 2009 ein großer tiefer Pool, den wir zum Schwimmen nutzten, ein Dammbruch dürfte aber diesen Pool zerstört haben.

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

Platyceps rhodorachis - an agile diurnal snake - eine tagaktive flinke Natter

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

This time we had to content ourselves with a more shallow sector of the stream - Diesmal mussten wir uns mit einem seichteren Abschnitt des Baches begnügen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

The water was perfectly clear and the palm trees made a perfect shade for a rest - Das Wasser war extrem klar und die Palmen boten einen perfekten Schatten für eine Rast

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

Platyceps rhodorachis - preying on Garra fish - auf der Jagd nach Garra Fischen

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

 

Platyceps rhodorachis - portrait in the clear water - Portrait im klaren Wasser

 

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

The gardens of the Sultan Qaboos mosque - die Gartenanlagen der Sultan Qaboos Moschee

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

Sultan Qaboos mosque - die Sultan Qaboos Moschee

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

Psittacula krameri - Rose-ringed Parakeets introduced in the capital area - Halsbandsittiche, eingeschleppt in der Hauptstadt Gegend

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

Western capital area around Seeb - Westliche Hauptstadtgegend bei Seeb

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

Sultan palace in Muscat - königliche Palastanlage von Sultan Qabus ibn Said in Muskat

Oman 2014: 27. April – 10. Mai: Fotos Tag 14

Spice Souq in Seeb - Gewürz Souk in Seeb

 


 
Liste der dokumentierten Arten
1. Duttaphrynus arabicus 50+
2. Duttaphrynus dhufarensis 20+
3. Asaccus montanus 3
4. Asaccus platyrhynchus 6
5. Bunopus tuberculatus 15+
6. Hemidactylus alkiyumii 10
7. Hemidactylus festivus 5
8. Hemidactylus flaviviridis 6
9. Hemidactylus hajarensis 8
10.  Hemidactylus lemurinus 1
11. Hemidactylus luqueorum 2
12. Hemidactylus minutus 5
13. Hemidactylus paucituberculatus   6
14. Hemidactylus robustus 10
15. Pristurus carteri 50+
16. Pristurus celerrimus 15+
17. Pristurus gallagheri 4
18. Pristurus minimus 50+
19. Pristurus rupestris 50+
20. Pristurus sp. 1 20+
21. Ptyodactylus dhofarensis 20+
22. Ptyodactylus orlovi 8
23. Stenodactylus doriae 5
24. Stenodactylus leptocosymbotus 40+
25. Stenodactylus sharqiyahensis 5
26. Tropiocolotes scortecci 1
27. Acanthocercus adramitanus 2
28. Calotes versicolor 15+
29. Phrynocephalus arabicus 5
30. Pseudotrapelus dhofarensis 50+
31. Pseudotrapelus jensvindumi 5
32. Trapelus flavimaculatus 1
33. Uromastyx aegyptia 4
34. Uromastyx benti 10+
35. Uromastyx thomasi 2
36. Acanthodactylus blanfordii 8
37. Acanthodactylus boskianus 4
38. Acanthodactylus masirae 1
39. Acanthodactylus opheodurus 6
40. Acanthodactylus schmidti 10+
41. Acanthodactylus haasi 3
42. Mesalina adramitana 6
43. Omanosaura cyanura 2
44. Omanosaura jayakari 40+
45. Ablepharus pannonicus 2
46. Scincus mitranus 10
47. Trachylepis brevicollis 2
48. Trachylepis tessellata 8
49. Varanus griseus 4 (tot)
50. Myriopholis macrorhyncha 1
51. Eryx jayakari 8
52. Lytorhynchus diadema 4
53. Platyceps rhodorachis 3
54. Psammophis schokari 2
55. Telescopus dhara 9
56. Atractaspis andersonii 2
57. Echis carinatus 3
58. Echis khosatzkii 4
59. Echis omanensis 3
60. Pseudocerastes persicus 1
61. Chelonia mydas 3 (tot)