Istrien im Hochsommer - mehr als erwartet!

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Istrien im Hochsommer - mehr als erwartet!

Beitragvon chris82 » Mo Aug 26, 2019 13:53

Hallo Freunde,

diesen Sommer war ich mit meiner Familie Ende Juli im istrischen Hinterland nahe Buzet auf Urlaub.
Natürlich habe ich geherpt was das Zeug hält, jedoch waren meine Erwartungen aufgrund meiner Erfahrungen in puncto Südeuroa/Sommer eher mau.
Ich wurde, natürlich auch durch Fleiß und Hartnäckigkeit, eine Besseren belehrt, denn bis auf den Schelto, P.siculus und N.tesselata habe ich alles gefunden, was ich erwartet habe.
Meine Spots waren im Wesentlichen:
Mirna-Tal bei Istarske Toplice, Dvigrad, Kras/Mikci und Vela Draga.

P. melisellensis hatten wir verbreitet und auch direkt an unserer Ferienanlage.

A. nigropunctatus fand ich überall dort, wo es felsiger und schroffer wurde.

P.m. 'muralis' waren sehr häufig, am Strand bei Rabac waren es dagegen die prächtigen 'maculiventris'.

P.siculus habe ich garnicht gefunden, was mich wunderte.

L.bilineata war häufig und z.b. im Vergleich zur Toskana kooperativer.

Ein Jungtier von Natrix spec. fand meine Tochter - ich vermute N.helvetica., wenn auch N.N.'persa' ja ab Istrien auch vorkommen soll und ich N. tesselata nicht sicher ausschließen kann.

H. gemonensis sah ich mehrere, jedoch war nur ein Foto mmöglich.

H. viridiflavus der Form 'carbonarius' fand man verbreitet - gern auch vormittags teils in Augenhöhe über dem Boden in den Hecken, jedoch waren Fotos nur aus der Distanz machbar.
Meine Güte zischen die ab.

V.a.'ammodytes' fand ich in 4 Individuen an 3 Orten, jedoch waren auch hier Fotos nur mit ausgesprochener Geduld möglich.

A. fragilis gab es 2 Ind. nach einem Regenschauer.

N.tesselata vermute ich an der Mirna, jedoch konnte ich keine sicher finden.

Den Olm sahen wir in der Grotte Baredine unweit Porec - dort holen Sie regelmäßig Wildtiere aus >100m Tiefe und setzen sie für Touris sichtbar in kleine Becken auf 62muNN.
Das erfolg dann im Wechsel alle paar Wochen.

Ornithologische Highlights waren Zwergohreule, Rotkopfwürger, Wiedehopf, Steinhuhn, Virginia-Wachtel, Gänsegeier, Alpen- und Fahlsegler, blaumerle und Felsnkleiber (letzterer nicht in Istrien).
Eine "dolphin-sunset" Tour war sehr erfolgreich, jedoch grenzt das ganze an eine Hetzjagd und verliert an Reiz.

Soweit bin ich mit der Ausbeute sehr zufrieden.
Wir hatten auch sommerlich angenehmes Wetter von 25-32°C und regelmäßig Regen.
ich vermute, dass auch Letzteres dem Herpen zu Gute gekommen ist.
Und nun ein paar Bilder:
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MfG


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Re: Istrien im Hochsommer - mehr als erwartet!

Beitragvon Reini Margreiter » Mo Aug 26, 2019 22:40

Hallo,
vielen Dank für den interessanten Bericht und die guten Bilder.
Gruß Reinhard

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Re: Istrien im Hochsommer - mehr als erwartet!

Beitragvon Gerald » Di Aug 27, 2019 18:39

Schließe mich an, schöne Beobachtungen und Bilder!
Muss zugeben, hätte auch nicht damit gerechnet, im Hochsommer so viel zu finden... hat's auch geregnet?

Schöne Grüße
Gerald

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Re: Istrien im Hochsommer - mehr als erwartet!

Beitragvon chris82 » Mi Aug 28, 2019 11:54

moin,

ja, es steht im text :D - es hat regelmäßig geregnet und die temperaturen waren nicht übermäßig hoch.
MfG


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Re: Istrien im Hochsommer - mehr als erwartet!

Beitragvon Gerald » Mi Aug 28, 2019 19:13

uh, sorry, das hab' ich glatt überlesen :-D

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Re: Istrien im Hochsommer - mehr als erwartet!

Beitragvon Jürgen Gebhart » Sa Aug 31, 2019 13:37

Das nenn ich doch mal einen erfolgreichen Familienausflug! :)
Zu welcher Uhrzeit hast du die V. ammodytes gefunden?

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Re: Istrien im Hochsommer - mehr als erwartet!

Beitragvon chris82 » So Sep 01, 2019 13:22

Hallo,

es war keineswegs so, dass die Vammos nur "ganz früh" oder "abends" zu sehen waren. Ich hatte alle Tiere am späten Vormittag bis Mittag mit dem offensichtlichen Drang, in gewisser Deckung doch etwas Sonne zu erhaschen. Gegen 13:00 schien es aber, als würde dieser Drang etwas schwinden. Wie gesagt, wir hatten häufiger Regen und die Temperaturen waren zwar sommerlich, aber mit teils unter 30 Grad C nicht ganz schlangenunfreundlich.

Auffällig war die enorme Scheu der Vammos. Einmal vergrämt wagten sie sich nur äußerst vorsichtig wieder heraus. Und dann auch immer in pflanzlicher Deckung. Da habe ich einige Stunden regungslos verbracht, um halbwegs zufriedenstellende Aufnahmen zu machen.

Das Schema ist aber immer gleich. Karge Schutthalden, Felsstürze, Steinhaufen - die Vammo ist dann immer dort, wo inselartig Vegatation ist bzw am Rand der Flächen im Übergang zum höheren Bewuchs.

Und nochwas - im Karst und Schutt braucht Ihr garnicht zu glauben, ein Hinterhergraben bringt etwas. Es ist einfach aussichtlos ;-) Geduld ist das Zauberwort.

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